2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Beim Verlag kaufen? | Kommentar erstellen

_____________________________

Diverse Autoren
Erschienen
Ren Dhark – Das Sternenversteck
02/2002
Hansjoachim Bernt Verlag, Neuwied
348 Seiten / € 15,90
Viel ist geschehen, seit wir vor über drei Jahren das erste Mal über Ren Dhark und seine Abenteuer im All berichteten. "Das Nor Ex greift an" war Band neun der Buchausgabe der alten Geschichten aus den 60ern, die schon unsere Vorväter begeisterten. Nun gibt es wieder einen neunten Band: Das "Sternenversteck".

Es ist das neunte Buch der modernen Fortschreibung des Klassikers, und hat somit die schwere Aufgabe gemeistert, Fans der alten Serie zu Fans der neuen werden zu lassen.

Ren ist in der Galaxie Drakhon unterwegs auf der Suche nach den Rahim – den vergessenen Herrschern dieser Sterneninsel. Doch Rens Hoffnung, in ihnen die Mysterious zu finden, wird enttäuscht. Statt dessen stellen sich die in der Dunkelwolke zurückgezogen lebenden ehemaligen Herrscher als hochmütige Unterdrücker heraus. Dennoch muss sich der Kapitän der "Point of" mit Ihnen einlassen, um mehr über das Phänomen der transistierenden Galaxien zu erfahren.

Daheim ist ein seltsamer Mann am wirken. Ausgestattet mit der Technik der Mysterious und einem Herz für Kinder und Menschen, stellt er bei seinen seltenen Zusammentreffen mit den Menschen diese immer wieder vor Rätsel. Warum will er das Wissen aller Computer auf der Erde stehlen? Ist er Mysterious oder wieder nur ein Angehöriger eines Hilfsvolkes?

Mit Artus wird ein neuer Charakter eingeführt, der mit allen Merkmalen eines zukünftigen Leserlieblings ausgestattet ist. Humor, Stärke und Neugierde. Es ist ein beseelter Roboter, der das Leben als Mensch lernt. Nach seiner Flucht vor der Neuprogrammierung löst er nebenbei das historische Verschwinden eines der ersten Mars-Astronauten der Erde.

"Das Sternenversteck" liest sich endlich wieder rund und spannend. Nach gelegentlichen Entgleisungen in den letzten Bänden ins Faschistische (Folter als legitimes Verhörmittel, Auslöschung des Feindes statt möglicher Gefangennahme), misslungnen Markting-Experimenten (den letzten Sonderband musste man lesen, wenn man das tiefe Loch mitten in Band 8 vermeiden wollte) nun ein unterhaltsames Stück Space-Opera.

Mehrere Deja-Vus lassen sich nicht verhindern. Der Roboter, der das Mensch sein lernt – das hört sich verdammt nach Data von der Enterprise an. Ein Volk, das zurückgezogen hinter einer Schwarzen Barriere lebt – gab es nicht mal Gäa oder so bei Perry Rhodan. Eigentlich egal, wenn es nur gut gemacht ist, und das ist es. Ein Wehrmutstropfen bleibt: Die Bücher lassen sich überhaupt nicht mehr einzeln lesen. Wer in die Geschichte einsteigen will, sollte bei Band eins des Drakhon-Zykluses anfangen.