2017
 
 
 

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Satoshi Urushihara
Erschienen
Vampire Master #1
03/2002
Panini Verlags GmbH, Nettetal
240 Seiten / € 10,25
Heftig, heftig, heftig! Moment mal, der Name? Richtig, Satoshi Urushihara kennt der Parnass-Leser mindestens schon von "Plastic Little". Damals hieß es in unseren Zeilen: "Neben vielen Kulleraugen und jeder Menge Technik sind es hier die blanken Brüste, die fast unwillkürlich in Erinnerung bleiben. Dabei ist Plastic Little noch nicht einmal ein Soft-Porno, denn Nichts passiert." Tja, das ist Geschichte und mit einer netten ebensolchen sollte man die jüngeren Leser jetzt ins bett schicken, denn Vampire Master ist was in Richtung "Unterhaltung für Erwachsene".

Soft-Porno mit blutrünstiger Story trifft es besser. Gleich massenweise beißen die Menschen ins Gras, nicht ohne vorher voller Wollust ihre nackten Körper gegen die Ränder der Paneels zu quetschen. Und es geht wie schon erwähnt heftig zur Sache, meist kniend von hinten, Jungens geil und Mädchen auch mal weinend.

Shion ist ein Vampir, der für das Gute kämpft. Ganz der kleine Bruder von Fernseh-Held Angel. Seine beiden Begleiterinnen versorgen ihn mit Blut und er sie mit Begattung – das nenn ich doch mal ausgeglichen. Für den stimulationsbedürftigen Voyeur wird vom unschuldigen Kind-Mädchen bis zum fetischmäßig entblößten Lack- und Leder-Vamp alles geboten. Ein Hauch von "Die Geschichte der O." ist auch dabei.

Ein großer Teil der Story geht für die Gewissenbisse der unschuldigen Helen drauf. Die traut sich nicht, sich dem Vampir hinzugeben, da sie seine Beziehung zu dessen alter Gespielin Rain nicht gefährden möchte. Ach wie unschuldig, da macht das gedankliche Zustoßen des ins Schwitzen geratenen männlichen Lesers doch gleich doppelt Spaß.

Vampire Master ist eine zeichnerisch perfekte Vorlage im Spiel "Fünf gegen Willy bis er kotzt". Bedenklich ist das dargestellte Alter der Akteure: Shinon ist zwischen 10 und 12 Jahre alt, Helen 14 Jahre. Da heißt es wohl "Kinder, Augen zu!" Wenn man bedenkt, dass eine "Sailor Moon"-Ausgabe auf dem Index landete, weil ihr Förderung der Pädophilie vorgeworfen wurde, ist das Schicksal dieser Serie gesichert: Unter dem Ladentisch. Nichts gegen erotische Comics, aber bei der Vermengung von Kindern und Sex hört der Spaß auf. Deswegen auch keine Bilder.