2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Dagmar Henze, Isabel Abedi
Erschienen
Das neunundneunzigste Schaf
oder: Schäfchen zählen macht müde
05/2002
Ars edition, München
32 Seiten / € 12,50
Emma kann nicht schlafen. Emma will eigentlich auch gar nicht schlafen, denn es ist viel spannender, von Mama noch eine Gutenachtgeschichte zu hören. Denkt sie. Aber da weiß sie noch nicht, wie aufregend es sein kann, Schafe zu zählen...

Als Mama keine Lust mehr auf noch eine Gutenachtgeschichte hat, schlägt sie Emma vor, statt dessen Schäfchen zu zählen. Das würde sie ganz sicher müde machen! Emma mag eigentlich nicht. "Wie langweilig", denkt sie.

Zuerst ist das Schäfchen zählen auch ganz einfach. Kein Problem! Schließlich kann Emma schon richtig gut zählen. Aber dann fangen die Schafe an zu bocken und aus der Reihe zu tanzen. Emma hat Mühe, sie dazu zu bringen, über den Zaun zu springen. Und dann trifft sie das neunundneunzigste Schaf, ein kleines Lämmchen noch, das seine Mutter bei der ganzen Zählerei und Springerei einfach verloren hat. Emma bleibt nichts anderes übrig, als sich um das neunundneunzigste Schaf zu kümmern. Bis das Schäfchen dann wieder zu seiner Mutter möchte. Dafür muss sie alle Schafe nochmal springen lassen – diesmal rückwärts – bis die Schafmutter wieder auftaucht. Kein Wunder, dass sie danach müde ist und sofort einschläft. Ihre Mutter hat eben doch recht: Schäfchen zählen macht müde!

Diese alltägliche (beziehungsweise allabentliche) Geschichte vom Nicht-Einschlafen-Können hat Dagmar Henze mit farbenfrohen und ansprechenden Bildern illustriert. Wenn man den bittenden Blick betrachtet, mit dem das neunundneunzigste Schaf Emma ansieht, versteht man, warum sie nicht anders kann, als ihm den Gefallen zu tun von neunundneunzig bis drei wieder rückwärts zu zählen – ganz egal wie anstrengend das ist.

Dieses Bilderbuch ist ganz bewusst einfach gehalten und schon für kleine Kinder verständlich. Es spricht mit seinen lebendig wirkenden Bildern aber auch Ältere an.

Gerade durch die liebevollen Illustrationen gewinnt die nett erzählte Geschichte ungeheuer viel. Jedes einzelne der Bilder regt zum Träumen und Weitererzählen an.


Ein wunderschönes Bilderbuch zum Vorlesen und Anschauen, nicht nur vor dem Schlafengehen.