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Jean van Hamme / Ted Benoit
Erschienen
Die Abenteuer von Blake und Mortimer: Unheimliche Begegnung
05/2002
Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
68 Seiten / € 12.-
Schreiberische Routine und New Line Claire Zeichnungen verlängern das Leben einer etablierten Abenteuer-Serie. Trotzdem absolut kein Grund, seine Gedanken in Richtung Euthanasie zu lenken, dieser Blake und Mortimer ist so frisch wie gerade erst geschlüpft!

Anders als das Team Yves Sente und André Juillard, die sich ja mit Jean van Hamme und Ted Benoit bei der Weiterführung dieser Serie abwechseln, ist "Unheimliche Begegnung" fast frech nostalgisch. Kommt ja auch nicht von Ungefähr, hat Ted Benoit doch mit Ray Banana New-Wave-Geschichte geschrieben.

Mysterie im Stil der B-Movies ist das Thema dieses Bandes. Der 1776 verschwundene Soldat Major Lachlan taucht tot aber mit modischer Sonnenbrille im Colorado des Jahres 1953 wieder auf und ruft unsere Helden auf den Plan. Professor Philip Mortimer, ein Nachfahre des Majors, soll anhand alter Familien-Dokumenten die Identität des Leichnams bezeugen. Natürlich rein zufällig begegnet er seinem alten Freund Captain Francis Blake im Flugzeug.

Vor der Kulisse herrlicher Häuser und bulliger alter Autos (eine Spezialität von Benoit) entwickelt sich eine phantastische Geschichte um die Rettung der Menschheit, um unterschiedliche Sichtweisen, welche Menschheit gerettet werden soll und um das unvermeidbare Wiedersehen der beiden Freunde - samt von langer Hand geplantem Komando-Einsatz einer kleinen Spezial-Einheit.

Vergangenheit und Zukunft, da darf der Oberbösewicht der Serie Olrik nicht fehlen. Keine Angst: Die Erklärungen dieser Hommage an die B-Movies des kalten Krieges besitzen den absurden Charme einer Schüler-Ausrede wegen nicht erledigter Hausaufgaben. Und genau da ist der 12. Band der Serie leichter und unterhaltsamer als sein Vorgänger.

Das ergibt 68 Seiten gekonnter Unterhaltung. Um mit den Kollegen von Soundwords zu sprechen: Kauft diesen Comic!

Dennoch, Beckmesser kann die Klappe nicht halten:
Der Umschlag hat als Sonderfarbe Silber! Doch das bemerkt man kaum, denn sie wurde nur benutz, um einen Teil der Preisinformationen zu verschönern. Das macht man in der Regel nur dann, wenn sich üble Fehler eingeschlichen haben. Die könnte man mit Schwarz unkenntlich machen, aber nur auf Silber kann man dann noch einmal drucken.

Und dann wären da noch die schicken Strahlen aus dem All, gelb, rot und blau – zusammen werden sie weiß? Nun da kommt doch der gute alte Physik-Lehrer und schüttelt milde lächelnd den Kopf. Die additiven Grundfarben, welche zusammen weiß ergeben sind Gelb, Rot und GRÜN! Da hör ich schon wieder die wahren Bewahrer des Glücks und der Menschlichkeit wettern, dass Comics blöd machen. Recht hätten sie hier. Aber nicht wirklich.


LESEN!!!