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Diverse Autoren und Zeichner
Erschienen
Superman Time-Warp II
02/99
Dino Verlag, Stuttgart
6 Hefte, Auftsteller, ½ Poster, 6 Sammelkarten, 6 Aufkleb
Um den amerikanischen Heften nicht zu sehr hinterher zu hinken, veröffentlicht der Dino Verlag schon zum zweiten Mal einen "Time-Warp". Das ist eine Kassette mit sechs normalen Heften und diversen Gimmicks. Die sechs Hefte beinhalten zehn original Superman-Hefte plus zwei Supergirl-Storys. Momentan befindet sich der Stählerne in einer Krise. Seit einiger Zeit spielen seine Superkräfte von Zeit zu Zeit verrückt. Während der Time-Warp Storys ist Supie aber von diesem Effekt verschont. So kann er sich ganz seinen Gegnern widmen.

Besonders die Killer-Schwadrone setzt unserem lieblings Kryptonier ziemlich zu. Mit Maxima als Führerin können Riot, Barrage, Misa (Mysa aus der Legion der Superhelden?) und Anomaly einen glücklicherweise nur flüchtigen Sieg erringen.

Auch die Geschichte um ein kleines Mädchen aus einem amerikanischen Slum beeindruckt nicht nur durch das Cover ganz im "Frank-Miller-Sin-City" Stil. Die Moral der Geschichte ist zu dick aufgetragen, aber dennoch ein schöner Traum: Wenn wir nur alle zusammenhalten und an einer besseren Zukunft arbeiten, wird alles gut. Diese Geschichte ist auch von Joe Rubinstein gut in Szene gesetzt.

Zeichnerisch gibt es sonst alles mögliche einer amerikanischen Fließbandproduktion, Licht und Schatten in meist durchschnittlicher Qualität. Neben der erwähnten Story stechen natürlich die Supergirl-Hefte positiv aus der Masse hervor. Gary Frank hat einen souveränen und klaren Strich mit vielen Details. Leider wird Heft 9 das letzte mit den Zeichnungen von Frank sein, danach rutscht auch diese Serie zeichnerisch ins Mittelmäßige ab. Im Time-Warp sind die Hefte fünf und sechs enthalten. Supergirl sieht toll (Zeichnungen und Heldin gleichermaßen) aus und liest sich flott, ein klares Highlight im Time-Warp II von Superman.

Zurück zu Supies Superkräfte-Problem. Die in dieser Kassette enthaltenen Storys berühren dieses Thema nur am Rande, so verpasst man eigentlich nichts wichtiges, wenn man sich nur die "normalen" Hefte kauft (außer - unter anderem - dem tollen kleinen Stand-Up mit dem Crisis #7 Titelmotiv - Supergirl tot in den Armen des Stählernen; werden wir da auf die Wiederveröffentlichung der Mutter aller guten Cross-Over Storys "Crisis on infinite Earth" vorbereitet? Hoffentlich!). Der Leser wird also nicht gezwungen, knappe vierzig Mark auszugeben. Obwohl der Karton-Schuber mit einem Superman-Motiv von Alex Ross schon fast allein den Kauf rechtferti