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Stephen Hawking
Erschienen
Das Universum in der Nussschale
10/2002
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg
224 Seiten / € 25,95 (gebunden) / € 12,50 (broschiert)
Klar, Stephen Hawkins "Eine kurze Geschichte der Zeit" ist ein moderner Klassiker, der in keinem Bücherregal fehlen sollte. Aber Hand aufs Herz, wer hat das Ding gelesen und auch verstanden? Hawking ist nicht zimperlich in logischen Denkspielereien und es ist nicht leicht, ihm dabei zu folgen. Leider, denn was der Mann zu sagen hat, ist zumindest mal dem logischen Denken förderlich. Aber die relativ hohe Unverdaulichkeit seines ersten großen Erfolges ist ein Manko, das auch der große Denker erkannt hat. Deswegen nun ein zweiter Versuch, seine Gedanken populär zu machen.

Mit einer netten Anspielung auf eine bekannte englischsprachige Reihe an Computerbüchern beginnt das Buch. Das Universum in der Nussschale. Gleich auf dem Umschlag ein Schreibfehler. In der Schreibweise in Großbuchstabe wird das „ß“ zu einen SS – also NUSSSCHALE - das galt schon in der alten Rechtschreibung. An die neue hält sich dieses Buch eh nicht. Aber das ist auch nur ein Manko für Beckmessers Freunde. Der Rest kann sich voller Vorfreude auf die reichbebilderten Seiten stürzen. Keine Seite ohne verdeutlichende Abbildung. Dem chaotischen Durchblättern und "mal eben einen Absatz lesen" leistet der lockere Ton des Buches Vorschub. Auch die abgeschlossenen und nicht zwangsweise aufeinander aufbauenden Kapitel unterstreichen die Möglichkeit, so an das Werk heranzugehen.

Wer also mal eben seinen Geist mit einer ab und an auch revolutionären Idee konfrontieren will, schlägt einfach eine Seite auf und wird sofort von der spannenden Aufbereitung des Themas gefangen. Einem schwarzen Loch gleich fängt Hawking den Leser und lässt ihn erst nach ein paar Knoten extra im Gehirn wieder los.

Die Trekker unter den Denkwilligen werden beim Kapitel "Unsere Zukunft: Star Trek oder nicht" hellhörig. Ist doch der Autor schon bei einer von Datas Pokerrunden als er selbst in der Serie zu sehen gewesen. Wie Hawking unsere Zukunft sieht, sollte aber jeder selber lesen, es lohnt sich.


Wer sich dieses Buch öfter zu Gemüte führen möchte (das kommt fast zwangsläufig), sollte sich die Hard-Cover-Version gönnen. Gelegenheitsdenker kommen mit der broschierten Ausgabe für den halben Preis auch auf ihre Kosten.