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Erschienen
Pikmin
10/2002
Nintendo
ca. € 50.-
Neben den First-Person-Shootern sind Strategiespiele das beliebteste Genre unter den Computer-Spielern. "Command & Conquer", "Dune", "Warcraft" – alles allseits bekannte Spiele. Aber alle haben auch nur ein Thema: Krieg. Dass es auch anders geht, beweist Nintendo mit seinem Spiel "Pikmin". Dieses Strategiespiel kann man getrost seinen Kindern an die Hand geben, was nicht heißt, das Spieler über 14 nicht auch ihren Spaß daran haben können.

Die Story:
Captain Olimar ist auf einem unbekannten Planeten abgestürzt. Sein Raumschiff ist in viele Einzelteile zerbrochen. Der Kapitän ist zuerst verzweifelt, denn alleine kann er die 30 Teile nicht zusammentragen, um sein Raumschiff wieder in Stand zu setzten. Sein Luftvorrat reicht noch dreißig Tage, was soll er nur machen? Da bemerkt er, dass sich kleinen roten Blumen aus der Erde ziehen lassen. Und zu seiner Freude helfen ihm die Pikmin genannten Blumenkinder bei seiner Aufgabe. Schnell findet er heraus, dass es drei Rassen der Pikmins mit unterschiedlichen Fähigkeiten gibt: Die roten sind stark, ertrinken aber genauso wie die leichten gelben Pikmins im Wasser. Nur die Blauen können durch das Wasser gehen.

Was ist also zu tun, wenn ein Pappkarton den Weg über eine kleine Brücke versperrt? Mit den blauen Pikmin geht man durch das Wasser, schiebt den Karton zur Seite und macht so den Weg für die starken Roten frei, die sich der vielen Käfer annehmen, die zwischen unserem Kapitän und einem Einzelteil des Raumschiffs stehen. Diese Käfer sind nur eine von vielen Tierarten, die diesen Planeten bevölkern und den Pikmins das Leben schwer machen. Felsenschleudernde Spinnen, feuerspuckende Schweine und stürmisch pustende Fliegedinger lassen sich aber entweder durch die Kraft der Roten schnell erledigen (auch hier kommt man an einer Art des Krieges leider nicht vorbei) oder umgehen.

Oft muss man an mehreren Orten gleichzeitig arbeiten, denn das Zeitlimit ist zumindest beim ersten Durchspielen ein weiteres Problem. So setzt man die Roten an einem Ende einer Brücke ein und marschiert mit den Blauen durchs Wasser auf die andere Seite, um auch von dieser Seite den Brückenbau voran zu bringen.

Je mehr Teile des Raumschiffs man zusammen hat, desto weiter entlegene Gebiete des Planeten kann man erreichen. Die Aufgaben sind lösbar, aber auch kein Kinderkram. Da man immer nur 100 Pikmins gleichzeitig einsetzten kann, muss man an diversen Stellen richtig planen und auch um einige harte Entscheidungen kommt der Spieler nicht herum. So zum Beispiel, wenn nur die leichten Gelben auf ein Plateau hinaufgeworfen werden können, das Raumschiffteil dann aber gleich durchs Wasser transportiert werden muss – das Ende der gelben Pikmins scheint unausweichlich.

Die Bilder.
Allerliebst. Das Raumschiff sieht zwar wirklich nur für Kinderaugen lustig aus, aber dass sich die detailverliebt dargestellten Büsche leicht im Luftzug bewegen und von unserem Helden samt Pikimns zur Seite gedrückt werden, sieht verdammt gut aus. Verschiedene Kameraperspektiven erlauben immer den richtigen Blickwinkel, wenn man auch nicht immer das gesamte Areal überblicken kann, Karten zeichnen ist sinnvoll!


Pikmin macht Spaß und fördert das logische Denken. Erwachsene sollten sich nicht wundern, wenn die lieben Kleinen auf andere, sogar bessere Lösungen kommen, als es der geschulte Verstand zu empfehlen scheint. Da kann jeder was lernen. Und weil das auch noch Spaß macht, ist Pikmin allen zu empfehlen!