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Erschienen
ANNO 1503: Aufbruch in eine neue Welt
01/2003
SUNFLOWERS Interactive Entertainment Software GmBH, Langen
ca. € 50.-
Aufbauspiel für PC

Anno 1503 ist ein Aufbau-Strategiespiel, in dem riesige Insellandschaften besiedelt und florierende Städte errichtet werden können. Anfangs steht im Nachfolger zum Aufbauklassiker "Anno 1602" von 1998 nur ein Schiff zur Verfügung, das mit einigen Rohstoffen beladen ist und an dessen Bord sich ein Scout befindet. Sobald der an einer Insel gelandet sind, kann der Spieler mit ihm die Gegend erkunden. Mit etwas Glück werden Erz- und Salzvorkommen entdeckt. Die Aufgabe besteht nun darin, eine florierende Inselmetropole zu errichten. Anders als im Vorgänger kann das erste Kontor nicht nur an der Küste errichtet werden, sondern auch im Landesinnern. Wenn die Bedürfnisse der Siedler gedeckt sind, können diese sich weiterentwickeln. So werden aus einfachen Pionieren Siedler, die sich zu Bürgern entwickeln, die wiederum werden zu Kaufleuten. Aristokraten dagegen wohnen in Aristokratenhäusern, die erst gebaut werden können, wenn eine bestimmte Anzahl von Kaufleuten in der Stadt lebt. Mit jeder neuen Entwicklungsstufe und einer bestimmten Anzahl von Einwohnern werden neue Gebäude und Technologien freigeschaltet. Allerdings müssen immer mehr Bedürfnisse gedeckt werden, dafür müssen neue Rohstoffe abgebaut und weiterverarbeitet werden. Da niemals alle 46 Rohstoffe auf einer Insel hergestellt werden können, bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als zu expandieren oder mit den Computerspielern zu handeln - sofern er mit diesen einen Handelsvertrag abgeschlossen hat. Dazu stehen drei unterschiedlich große Handelsschiffstypen zur Verfügung. Um die Stadt und ihre Handelsflotte vor den Gegnern und den Piraten zu verteidigen, braucht man zusätzlich eine starke Kriegsflotte. Drei verschieden große Kriegsschiffstypen können die Werften errichten. Allerdings lohnt der Kauf eines großen Schiffstyps nicht unbedingt, da dieser sehr teuer ist. Der Militärteil wurde dem Vorgänger gegenüber ausgebaut, ist aber nicht richtig ausbalanciert. Nun können acht verschiedene Kämpfer, vier verschiedene Kriegsmaschinen und sonstige Einheiten, z.B. Sanitäter, ausgebildet werden. Die zwölf Missionen lange Kampagne ist für Einsteiger zu schwer und nur mäßig gestaltet. Das Endlosspiel dagegen, in dem der Spieler zwischen einem von acht Schwierigkeitsgraden wählen kann, macht richtig Spaß. Achtung: Suchtgefahr!

Die Ausstattung umfasst eine Mini-Box, zwei CD-Roms, ein 80-Seiten Handbuch und ein Poster.

Ab einer 600 MHz-CPU, 256 MB RAM und einem TNT2-Grafikchip dürfte das Spiel flüssig laufen, allerdings sind immerhin 850 MB Festplattenspeicher nötig.

Für Anno 1503 sprechen das süchtig machende Spielprinzip, die vielen und komplexen Produktionsketten, die detailreichen Inselkarten und der enorme Spielumfang. Dagegen sprechen die Kampagne, die für Einsteiger zu schwer und nur mäßig designt ist, die teilweise etwas unkomfortable Bedienung und der nicht sehr gelungene Militärteil. Außerdem gibt es einige Bugs und Schwächen, die aber durch den Patch teilweise behoben werden können.


Tolles Aufbauspiel - nicht nur für Anno-Fans - mit einigen kleinen Schönheitsfehlern.