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Dixon / Van Fleet
Erschienen
Batman - Der heilige Gral
02/2003
Panini Verlags GmbH, Nettetal
96 Seiten / € 11,-
Batman – was hat man mit dir nicht schon alles gemacht?! Was ein Glück! Denn so bleibst du auch weiterhin eine fast heilige Ikone der Comic-Kultur. Jeder kennt dich und doch bist du immer wieder neu. Mal trashig, mal künstlerisch und mal nachdenklich.

In "Der heilige Gral" wird der dunkle Ritter mal mit einer anderen Sage verquickt. Nichts wirklich Neues, aber warum nicht mal wieder?

Es geht um den Gral und wird also mystisch. Und mittendrin Batman, der Pinguin und Catwoman. Allein schon wegen ihr lohnt sich für Fans der Kauf. Fast unschuldig und dennoch unglaublich sexy präsentiert Van Fleet die Katzenlady. Ras al Guhl und Clark Kent dürfen auch mitmischen, nur der Joker ist Zuhause geblieben – endlich mal. Die Story? Äh – zum Schluss gewinnen die Guten. Ruhig und unspektakulär, aber trotz des nicht allzu ausgeprägten Spannungsbogens unterhaltend.

Überhaupt ist es nicht die Story, es ist das Feeling, was an diesem Comic besticht. Zum Einen das mystische Thema und ganz besonders die dazu stimmigen Bilder. Der Zeichner kommt aus der Illustrations-Ecke und liefert fast folgerichtig statische Bilder. Besser sind die Grafiken mit "alleinstehend" beschrieben, denn sie sind nicht tot oder ohne Action. Es geht schon richtig zur Sache. Aber jedes Bild für sich gewinnt. Die Mischung aus groben, kantigen Strichen, die die Bilder jeweils sehr düster machen, und fast kollageartigen Farbelementen ist einfach schön. Flächen, die pastellartig ineinander fließen neben hauchfeinen Verläufen, die durch wie zufällig auf das Blatt gekommenen Farbspritzer unterbrochen werden – sieht man nicht oft und macht deswegen Laune.

Das Album nimmt eine dramatische Wende als Catwoman auf der Bildfläche erscheint - nicht in puncto Story, sondern in Bezug auf den Focus. Der pure Sex, und das ohne bombastische Titten oder nacktes Fleisch. Van Fleet verführt mit hammerhart zarten Andeutungen. So schon im besten Licht erstrahlend gewinnt die Diebin das Herz des Lesers, als sie an der Seite des ewig treuen Alfred Wayne Manor verteidigt. Schade Taila, da hat dir jemand aber total die Schau gestohlen. Deswegen auch unser Wahl bei der Innenseiten-Abbildung – wer kann bei einem Ja(hr)wagen schon Nein sagen?



Da war doch auch eine Story? Genau, dieses Comic ist zum Noch-Mal-Lesen und zum Immer-mal-wieder-Anschauen.