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Erschienen
Atlan – Der Centauri Zyklus: #6 - Angriff der Bestien & #7 - Vorstoß zur Wasserwelt
06/2003
Pabel-Moewig Verlag KG, Rsatatt
64 Seiten / je € 1,65
12 Hefte sollen es werden, es ist Halbzeit – und was für eine. Nach der schon vorgestellten Nummer eins und einer nur schwer beschaffbaren Nummer zwei kam mit "Gefangen im Hypersturm" der bisherige Tiefpunkt der Miniserie. War Sex in Nummer eins vorhanden, ist es hier bestimmendes Thema. Langweilig, in die Länge gezogen, überhöht in seiner Bedeutung für die kommenden Hefte – einfach genauso unnötig wie der Beischlaf von Riker und Troy in "Star Trek Nemesis". Leider war das nicht das einzig Unnötige an diesem Heft. Wer nach der Lektüre verständlicherweise das Handtuch warf, verpasste aber eine der spannensten Aufholjagden um die Lesergunst, die eine Groschenromanserie erlebt hat. Band vier "Die Ruinen von Acharr" hielt nicht das, was er versprach, aber er war besser als Nummer drei – was wirklich nicht schwer war. Schwamm drüber. Denn Band fünf bis sieben sind SciFi-Action pur! "Fragmente der Ewigkeit", "Angriff der Bestien" und "Vorstoß zur Wasserwelt" sind einfach toll!!!

Atlan versucht mit einem der Völker im abgeschnittenen Kugelsternhaufen Omega Centauri Kontakt aufzunehmen. Das ist natürlich nicht ganz einfach und Atlan und seine Crew setzen in mehreren Raumschlachten ihr Leben aufs Spiel. Klar, es werden Freundschaften und Allianzen geschlossen, Missverständnisse aus dem Weg geräumt und so weiter. Es ist halt ein Abenteuer-Roman.

Die Art und Weise, wie hier andauernd die klassischen Geschichten Perry Rhodans logisch eingebaut werden, ist superb. Die Sternen-Transmitter und die Haluter, die Lemurer und arkonische Intriegen; und was hat das Hilfsvolk der Kosmokraten hier zu suchen?

Ebenfalls gekonnt, wie eine Schlacht gerade noch politisch korrekt und dennoch spannend erzählt wird. Da überlegt selbst der alte Haudegen zweimal, ob er lieber dem Kampf aus dem Weg geht oder in alter Manier mit dem Kombilader durch die Reihen prescht: Denn auch Gegner sind Lebewesen, und nach dem Krieg meist Verbündete. Atlans Liebe zu Li und der schon oben erwähnte Geschlechtsakt, der sich zwischen seiner Geliebten und seinem Neffen zugetragen hat, wird zwar immer wieder angesprochen, aber die Autoren zeigen Mitgefühl mit dem Leser und belassen es bei einer kurzen Erwähnung. Fast scheint es, als wären die Schreiber selbst mit dieser Stelle des Exposes nicht so richtig glücklich.

Auch mit den Hilfslayoutern des Lesermagazins kann man nicht zufrieden sein. Da erscheinen die näheren Texte zu den Autoren selten neben den passenden Bildern. Nicht nur einmal trennen mehrere Leserbriefe und einmal eine ganze Seite Bild von Text. Aber "Perry Rhodan"-Leser sind ja bekanntlich von Seiten der Intelligenz eher über dem Durchschnitt, und so wird es jeder Text schaffen, dem entsprechenden Bild zugeordnet zu werden.


Fazit: Lesen!! Wer Space-Opera oder die alten Perrys mag, wird die meisten der Romane verschlingen. Band drei darf ruhig ungelesen verbrannt werden – besser so.