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Godderidige / Floch
Erschienen
Slhoka #1: Die vergessene Insel
07/2003
Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
48 Seiten / € 10,-
Slhoka ist die neue Fantasy/SF Serie bei Carlsen. Schon der Vorabdruck im hauseigenen "Magic Attack"-Magazin konnte gefallen, jetzt gibt es den ersten Band als Album.

Slhoka ist die Geschichte des gleichnamigen Soldaten. Er wird mit einem Kameraden über einer noch unbekannten Insel abgeschossen. Doch statt der grünen Hölle wacht er im Paradies auf. Hier hat jeder Mensch einen Beschützer. Slhokas guter Engel ist Leidjill. Sie ist wunderschön, hat schwarze Flecken auf der Schulter und sie führt ihn in die mythische Welt ihres Volkes ein. Mitten im Urwald gibt es gigantische Ruinen, die der Zugang zu einer spirituellen Welt zu sein scheinen. Hier wird unser Held mit seiner eigenen Welt, dem Chaos, das seine Leute auf der Insel anrichten werden und mit seiner Verantwortung konfrontiert. Langsam legt er seine alten Kleider ab und gewöhnt sich immer mehr an die neue, friedliche und naturverbundene Welt seines neuen Stammes. Doch das Unheil wird über dieses Volk hereinbrechen. Das Slhokas Wächter ausgerechnet der Rachgott ist, ist nur ein weiteres Zeichen der drohenden Gefahr. Und schließlich entdecken auch die Militärs die abgelegene Insel und brechen mit der ganzen Macht des Kriegsapparates über die Idylle herein. Shloka kann seine Freundin nicht vor den Kugeln der Gewehre retten, und so bricht sein Zorn eine Welle der Energie los, die seine Feinde hinwegfegt. Selbst von diesem Ereignis überrascht, kann er leicht überwältigt werden. Er wird zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen. Natürlich kann er ausbrechen, wird zum Gejagten und auf den letzten Seiten des Albums wird noch schnell eine Hintergrundstory angerissen, die es sicher in den nächsten Alben zu ergründen gilt.

Die Zeichnungen haben den bekannten Soleil-Wiedererkennungswert, was die Bilder aber auch austauschbar macht. Da ist einfach zu viel Bekanntes in den Zeichnungen und der Story, als dass Slhoka als eigenständige Geschichte wirken könnte. Die sozialen Aspekte sind im Comic nicht erst seit Aquablue schon so gezeigt worden, auch Valerian und Veronique haben dieses Sujet immer wieder in guten und abwechslungsreichen Stories thematisiert. Abgeschlossener und auch nicht so platt, wie das hier passiert.


Slhloka hat eigentlich alles, was einen guten Comic der alten Schule ausmacht: Tolle Bilder im Soleil-Stil, eine Handlung mit kritischen Ansätzen, ein paar blanke Brüste und einen funktionierenden Spannungsbogen, der zwar eine Fortsetzung unausweichlich macht, aber immer noch genügend Story erzählt, um den Leser nicht im Regen stehen zu lassen. Was fehlt, ist die Stimmung und das Einzigartige, das eine wirklich gute Geschichte auch noch auszeichnet.