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Erschienen
Waldfestival 2003
10/2003
Es ist mal wieder geschafft. Zwei Tage Rockmusik für null Mark Eintritt. Vier Tage schuften für was?? Diese Frage bloß den Helfern nicht stellen! Beim sonntäglichen Helferfest wurde viel gelacht. Besonders der jährliche Programmpunkt „Kündigung des Kassenwartes“ wurde erheitert aufgenommen. Es ist also Zeit zurück zu blicken. Mit Jane saw Jones fing es eigentlich ziemlich gut an, musikalisch zumindest. Denn die Zuschauer blieben aus. Liegt es an der momentanen Flut von Vampirfilmen? Erst als auch wirklich der letzte Sonnenstrahl sich in andere Regionen des Erdenballs verzogen hatte, kamen die Leute. Nächstes Jahr werden wir das Festival im Winter veranstalten, da ist länger Nacht. Ein weiterer Faktor, der wohl für die nicht ganz so große Zahl an Zuschauern verantwortlich war: Die niedrigen Te,mperaturen, die mit dem einsetztenden Regen einhergingen. Aber das war das kleiner Übel. Die Alternative wäre ein durch eine nicht richtig ausgetretene Kippe entfachter Waldbrand gewesen. Da nimmt man den fremd gewordenen Pulli gerne in Kauf, auch wenn das sicher einige Besucher gekostet hat. Trotzdem vor und hinter der Bühne gute Stimmung. Nach dem Alternativ Rock gabs Hausmannskost. Dont Ask servierten ältere Hits und ein paar eigene Sachen sollen auch darunter gewesen sein. Den Abschluss bildeten die vielleicht etwas zu glatten Blood Sugar Sex Magic. Ein Sänger der die Red Hot Chilli Peppers auf den Lippen, aber keinen Schweiß auf der Stirn hat? Das Publikum hat es gemocht, das ist die Hauptsache.

Danach irgendwie durch die Polizeikontrollen nach Hause kommen und etwas schlafen. Danach aufräumen, Klos putzen und Vorräte auffüllen, so war es zumindest in den letzten Jahren. Wie schon erwähnt, waren es diesmal nicht ganz so viele Zuschauer, also ein bisschen Arbeit gespart. Dann die offene Bühne. Was die Bühne da bot war jung, etwas schräg und ungewohnt. Die Bands „The Wallets“ und „4saken“ hatten ihre Fans dabei und mussten so nicht vor allzu leeren Bänke aufspielen. Die „Base Born Bastard“ sorgten dann für das erste Hinhören. Man, waren die immer schon so gut? Okay, wenn die das nächste Mal die GoGoGirls mitbringen, wird aus dem regulären Opener ein Top-Act. RIP boten dann wieder bodenstämmiges. Südstaatenrock mit drei Gitarren und viel Schwung. Solide und tanzbar, aber leider noch zu hell – also ohne die verdienten Zuhörer. Dann wurde es düster und dunkel. Das stand ganz im Gegensatz zum sonnigen Gemüt der Leute der fastfolker „Black Sheep“. Irisch und schnell, alle samt im karierten Röckchen, keine Innovationsbombe aber immer wieder gerne genommen. Des Abschluss bildete Sabotage. Das sehr spezielle Programm nur aus alten Ozzy Osborne Klassikern teilte das Publikum in heiße Fans und frühe Heimkehrer.

Zum Schluß muss noch mit einigen Gerüchten aufgeräumt werden. Das Waldfestival dementiert folgende nicht ganz richtigen Vermutungen:

  1. Männer die wie Bären aussehen ziehen sich einen Rippenbruch NICHT durch einen Sturz vom Leiterchen beim Fensterputzen zu.
  2. Männer in Lederkutte kochen samstags morgens keinen Kaffe und brauchen auf jeden Fall dazu keine Schürze.
  3. Die gelbe Farbe der Handschuhe kam nicht von dem verstopften Urinal und deswegen kann man mit ihnen auch Fleischwurst essen.
  4. Nein, Richard Kimbel auf der Flucht wird nicht mit Waldfestivalmachern in der Hauptrolle wieder verfilmt.