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Canopy Games
Erschienen
I WAS AN ATOMIC MUTANT
10/2003
THQ Entertainment GmbH, Kaarst
EUR 19,99
Heute, wo sich Mutanten und Superhelden zu Hauf auf der Kino-Leinwand prügeln und in aufwendigen Effektgewittern die Städte unsicher machen, mutieren auch plötzlich die Bits und Bytes im Computer und formen sich zu grotesken und furchterregenden Gebilden, deren Ziel die Zerstörung der menschlichen Rasse ist.

So geschehen auch in dem neuen Action Game „I was an atomic mutant“ von Canopy Games. Schon zu Beginn des Spiels werdet ihr in eine Welt im Stil der 40er Jahre Comics und Pulp Filme versetzt: Schrift, Layout und Grafiken erinnern an die Zeiten, in denen die Mutanten die (Medien-)Welt eroberten.

Nachdem ihr euch einen furchteinflösenden Namen ausgesucht habt, müsst ihr euch für einen von vier

„Atomic Mutants“ entscheiden. So könnt ihr in der Form eines riesigen fliegenden Gehirns auf Zerstörungs-Feldzug gehen, Godzilla nacheifern, als überdimensionale Amazone durch die Straßen ziehen oder ins Cockpit eines außerirdischen Invasoren steigen. Als nächstes wählt ihr einen Gameplay Modus. Im „Arcade Mode“ habt ihr drei Leben und begrenzte „Atomic Power“, die ihr für eure Mutanten-Kräfte benötigt. Der „Monster Mode“ bietet unendlich dieser atomaren Energie, dafür müsst ihr das Spiel aber mit einem Leben bestreiten, auch extra Leben gibt es hier nicht. Ein tolles Gimmick ist die Möglichkeit das Spiel auch im klassischen schwarz/weiß zu genießen. Nachdem ihr den Schwierigkeitsgrad ausgewählt habt gehts auch schon los.

Das Ziel des Spiels ist simpel: Rein ins Level und alles und jeden zerstören. Je nach ausgewähltem Mutanten habt ihr eine Auswahl verschiedener „Atomic Powers“ mit denen ihr diese Aufgabe erfüllen könnt. Und natürlich lässt man euch nicht ungehindert die Welt zerstören. Immer wieder versuchen die schwächlichen Menschen mit Waffengewalt eure Pläne zu durchkreuzen. Am unteren Bildschirmrand werdet ihr durch drei Balken über den Zustand eurer Gesundheit, Atomic Power und der angerichteten Zerstörung informiert.

Zu Beginn sind die Levels noch recht einfach, aber je weiter ihr kommt, umso stärker und gefährlich werden die von der Menschheit eingesetzten Waffensysteme. Angefangen von Soldaten und einfachen Panzern müsst ihr euch später gegen Bombadierungen und Racketenbeschuss wehren. Um das zu überleben erhaltet ihr hin und wieder ein paar Power-ups. Diese beschränken sich jedoch auf das Regenerieren von Lebensenergie oder Atomic Power, Extra Leben und Unverwundbarkeit beziehungsweise Schadensverdoppelung.

Die Steuerung ist ziemlich intuitiv. Obwohl das Spiel eine third-person Perspektive bietet, steuert ihr den „Atomic Mutant“ eurer Wahl in einer an ego-Shooter angelehnten Art durch die zugegeben grafisch schwächelnden Levels. Dafür läuft das Spiel aber auch auf älteren Rechnern, was auch durchaus von Canopy so beabsichtigt sein kann, denn das Spiel vermittelt insgesamt einen retrophilen Eindruck.


„I was an Atomic Mutant“ erinnert sehr stark an den Klassiker Rampage. Wer damals schon an der Städtevernichtung Freude hatte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Auch Pulp und Comic Fans haben sicherlich ihren Spaß daran. Für alle anderen ist dieses Spiel höchstens ein Lückenfüller für zwischendurch.