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Hiroya Oku Works
Erschienen
Gantz # 3 & # 4
10/2003
Panini Verlags GmbH, Nettetal
224 / EURO 10,25
Das X-Files/Splatter/Titten Manga Gantz ist und bleibt für den erwachsenen Leser eine Empfehlung, wenn auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Auf der Minus-Seite der Serie ist so ziemlich der gesamte Band 3. Es fängt bei einer unnötig langen Real-Sequenz an. Kei landet nach der Erledigung des ersten Auftrags als untoter Alien-Jäger wieder in seinem normalen Leben. Ja ist er nun Tod oder nicht? Das wird hier nicht erklärt. Er muss mit ansehen, wie ein Mitschüler von älteren Schlägern an der Schule erpresst wird. Das scheint ja nicht nur ein deutsches Problem zu sein. Aber er hat ja noch den Alien-Jäger-Anzug der ihm enorme Kräfte verleihen kann. So gewapnet nimmt er es locker mit den Erpressern auf. Aber auch Kato mischt sich ein und gemeinsam können sie der Gang das Fürchten lehren. Um Keis Probleme komplett zu machen, bittet Kei (das Mädchen) bei ihm (Kei dem Jungen) wohnen zu dürfen. Um die sexuellen Phantasien anzuheizen, benimmt sie sich total devot. Auch die Körperreinigungszenen sind unnötig in die Länge gezogen. Da wurde die voyeuristische Klientel zu gut bedient. Um die typische romantische Zwangslage noch zu verschärfen, schwärmt das Mädchen von dem großen Kato – da steckt Kei der Junge voll in er Klemme.

Aber irgendwie gehören diese Seiten nicht so richtig in die Geschichte und bilden einen Fremdkörper. Vielleicht wollte der Autor ja die Entwicklung von Kei verdeutlichen, der von einem uninteressierten Jungen zu einer verantwortungsbewusten Person reift. Aber das gelingt ihm nicht schlüssig genug, statt dessen gibts Titten und Schülerprobleme – Zielgruppengerecht halt.

Aber zum Glück gibt es ja noch die eigentliche Story um einen Raum, eine Menge unbekannter Ausrüstung und die Jagd nach Außerirdischen. Die Verluste der letzten Mission werden aufgefüllt. Die Motorradgängster stehen natürlich sofort auf Keis Titten (die sich seitenlang umzieht). Aber auch eine alte Frau und ihr Enkel müssen an der Jagd teilnehmen. Kei (der Junge) hat seinen Anzug zu Hause vergessen (warum er ihn in seinem realen Leben benutzten durfte bleibt unklar). Ist er dem zu jagenden Opfer schutzlos ausgeliefert? Das sorgt für Spannung und der heiße Kampf mit dem unbekannten Gegner, der Tod eines sehr ungeliebten Team-Mitgliedes und die Aufopferung der alten Dame machen aus Band vier wieder ein ein enorm unterhaltsame Lektüre.


Wie wir von der Parnass immer sagen, man darf ruhig daran Spaß haben, man sollte sich nur gelegentlich überlegen, was einem da Spaß macht. Wie immer sind Freunde und Feinde der Serie aufgerufen, das Für und Wider auf unseren Seiten zu erörtern. Denn bei Gantz gibt es eine Menge Diskussionsstoff.