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Erschienen
Star Trek Elite Force II
10/2003
ACTIVISION Deutschland GmbH
2 CDs / 50,- EURO
Das beste Star Trek Spiel "Star Trek Voyager Elite Force" hat eine Fortsetzung bekommen. Leider besteht die lange Geschichte der Computerspielumsetzungen der besten Science Fiktion Serien nicht nur aus Highlights. Eher das Gegenteil ist der Fall. Bis auf die beiden Adventures „25th Aniversary“ und „Judgement Rites“ ähnelt der Rückblick einer Auflistung spielerischer Schwarzer Löcher. So braucht es eigentlich nicht viel, um „bestes Spiel“ zu sein. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Adjektive wie steril und langatmig häufig in Zusammenhang mit dem Vorläufer dieses Spiels genannt werden. Doch Ritual hat sich die Kritikpunkte zu Herzen genommen, und viele Neuerungen in das aktuelle Spiel eingebaut.

Natürlich ist Munroe wieder der Held. Diesmal hat er sogar bewegliche Finger, Augenbrauen und so weiter – die Optik insgesamt wurde erheblich aufgebohrt. Aber auch das ist ein durchgängiges Thema des Spiels, es wurde zu stark aufgebohrt. Warum pulsiert so vieles im All? Die Displays der Enterprise pulsieren, die Anzüge einiger Aliens und sogar Hautflecken pulsieren langsam, aber alle im selben Takt. Vielleicht wird hier schon auf eine universelle Wahrheit hingewiesen, vielleicht ist sie eine Welle im 42 „ich weiß nicht in welcher Einheit“-Rhythmus? Egal, aber warum glänzt alles? Okay, die Enterprise war schon immer sauberer als der "Rasende Falke", aber muss auch die Stoffbeschichtung der Gänge der Enterprise glänzen? Apropos Gänge, ein Kritiukpunkt am alten Spiel waren die geraden Gänge. Nun gibt es fast nur noch gekrümmte Gänge. Klugscheißer könnten nun anhand dieser Krümmung den Umfang der Decks errechnen, sie würden auf jeden Fall zu klein sein.

Nun zum Spiel. Auch Elite Force II ist ein First-Person-Shooter, und ein guter dazu. Aber der Einstieg ins Spiel verheißt nichts Gutes: Es beginnt mit einem Borg Level. Nicht das die schon beim Vorgänger dröge waren, hier ist es so innovativ, dass man sich mit geschlossenen Augen zurecht findet. Hier einen Verteiler in die Luft jagen, dort die Wand explodieren lassen. Das hatten wir schon und auch damals war es langweilig. Aber schon bald wird es besser. Munroe landet auf der Erde und darf durch die Akademie spazieren gehen. Das macht enorm Atmosphäre und entschädigt für vieles. Und dann werden wir auch noch auf die Enterprise abkomandiert. SUPER!! Hier gewinnt das Spiel! Frisch motiviert geht es weiter bis man von den grausamen „nicht Shooter“ Leveln wieder auf den Boden der Realität gezerrt wird. Da muss man das Außenbordgeschütz der Enterprise bemannen und die Kanonen des fremde Raumschiffs auzuschalten. Das man dabei das Raumschiff selbst nicht zerstören darf ist zwar im Enterprise Gedanke richtig, aber macht dieses Level nicht einfach. Doch von diesen Innovations-Stinckbomben gibt es leider einige. Nicht zu letzt der Schleichlevel in der romulanischen Basis. Die First Person Ansicht macht es verdammt schwer mit Überlegung an das andere Ende des Ganges zu kommen. Hier braucht man einfach nur Glück. Und da wäre noch die absolut unnötig „Wähle deine Freundin“ Komponente des Spiels. Es sollte halt nicht so linear werden wie damals, aber die kurzen Zwischensequenzen und das andere Ende machen aus Elite Force II noch lange kein nicht lineares Spiel. Das ist es nämlich immer noch. Abgesehen von den neuen Levels die eher nerven als motivieren schießt man sich von Level Beginn zu dessen Ende – fertig. Es gibt Spiele mit weniger Abwechslung, und auch die können Spaß machen. Und vor allem Enterprise Fans kommen hier auch trotz der Kritikpunkte klar auf ihre Kosten. Und für die Ballerer gibt es ja alle paar level ne neue Wumme. Und da wäre noch der unverzichtbare Multiplayer-Bereich, der einfach fetzt. Besonders wenn man als Mikromaschine durch eine riesige Enterprise Brücke hüpfen kann.


Für Fans ein Muss bei dem das Wort Verschlimmbesserung eine neue Dimension erlangt. To boldly blast, where no one fragd before!!

Die Gameboys # 13 (als RealPlayer-Stream) beschäftigt sich speziell mit diesem Spiel und vermittelt einen Eindruck von der tollen Lokalisation der Zwischensequenzen. Eigentlich schon ein kleines Enterprise-Hörspiel - unbedingt reinhören!