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Cailleteau / Jurion
Erschienen
Anachron # 1
Die Rückkehr der Bestie
11/2003
Kult Editionen GbR, Wuppertal
48 Seiten / € 11,95
Ordentliche Science Fiction Comics mit Raumschiffen, spannender Story und passenden Zeichnungen gibt es nur wenige. Kann die neue Serie bei Kult Editionen überzeugen und in allen Kriterien punkten? Mal sehen.

Die Story fängt politischan. In einem südamerikanisch anmutenden Staat unter faschistischer Führung herrscht Revolution. Der Volksheld Varguean ist in den Fängen des Despoten Kriegadler. Als die Revolutionsgruppen vor den Türen des Präsidentenpalastes stehen, gibt er den Tötungsbefehl. Doch Varguean muss noch ein Weltraumabenteuer bestehen und wird selbstverständlich in letzter Minute gerettet. Er soll schließlich die neue Republik anführen. Doch er übergibt das Amt an seinen Stellvertreter, er will lieber den geflüchteten Kriegadler fassen. Dafür muss er quer durch das Weltall zu dem Planeten Anachron. Dieser steht unter dem Schutz der militärischen Einheiten der Erde, denn die einheimische Gesellschaft soll ungestört seinen Weg in das All finden, um später einmal die Gemeinschaft der Völker der Michstraße mit neuen Ideen zu bereichern. Doch das Fluchtschiff von Kriegadler legt auf diesem Planeten eine Bruchlandung hin. Jetzt gilt es möglichst unentdeckt den gestürzten Despoten und seine Bande zu stellen. Das gestaltet sich natürlich schwieriger als gedacht. Die Prinzessin Ysoldine ist demjenigen versprochen, der die Aufständischen Orks unter der Führung von Ugluk besiegen kann. Neben dem Liebhaber des Prinzessin macht sich der grobschlächtige Wodan auf die Reise. Der wird von dem windigen Händler Marconius finanziell unterstützt. Der hat ohne Frage seinen eigenen Vorteil im Sinn. Alle Parteien treffen sich bald an der Absturzstelle und ein uraltes Übel wird befreit.

Der erste Band der Serie setzt mit seiner abwechslungsreichen Story das Umfeld für eine spannende Geschichte und kann recht selbständig gelesen werden. Das ist ein klarer Pluspunkt von Anarchon. Obwohl der Plot sehr Klischee verseucht ist, macht er Spaß und kann fesseln. In diesen 48 Seiten passiert mehr als in vielen anderen Comicalben bekannterer Autoren.

Die Zeichnugnen können mit der Story nicht mithalten. Die hölzerne Figuren in groben Strichen erinnern an Underground Comics der 80er. Das kann die computercoloration auch nicht wett machen, auch wenn sie mit den vielen stimmigen Verläufen und den gelegentlichen Effekten einen wesentlich höheres Niveau als die Zeichnungen hat.

Ein wenig stören die gelegentlichen Fehler. Da gibt es unnötige Trennungen mitten im Text und ein paar Schreibfehler. Zu dem ist die Idee der geschützten Zivilisation eben so konsequent umgesetzt wie die Prime Directive bei Captain Kirk.


Insgesamt auf jeden Fall einen Blick wert, auch wenn der Band nicht so stark ist, wie er auf den ersten Blick wirkt. Trotzdem weit über dem Durchschnitt und eine interessante Neue Serie auf dem schlecht besetzten Feld der Sience Fiction Comics. Band zwei ist gerade angekündigt. Wir sind gespannt.