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diverse
Erschienen
Ren Dhark
#17 - Terra Nostra
#18 - Verlorenes Volk
11/2003
Hansjoachim Bernt Verlag, Neuwied
je 352 Seiten / je EURO 15,90
„Wir müssen etwas richtig machen, denn unsere Verkaufszahlen steigen von Band zu Band“ - so der sichtlich stolze Hajo F. Breuer, seineszeichens Expose-Autor der Serie Ren Dhark. Die ursprüngliche Heftserie aus den sechzigern handelte ja in seinem letzten Zyklus von der Suche nach den Mysterious. Dann kam mit den Drakhon-Zyklus die Fortschreibung des Klassikers und dort fand der Weltraum-Held in Band 8/9 ja zumindest in der Person des Jim Smith einen Vertreter der Erbauer der "Point Of" während der Krise der beiden verschmelzenden Sterneninseln Michstraße und Drakhon. Auch die konnte der meistern. Doch damit war der immer noch aktuelle Zyklus noch nicht beendet. Denn nun gilt es, das Schiksal der Worun, wie die Mysterious wiklich hießen, zu ergründen. Jim Smith gab sich als Rebell einer unterdrückten Rasse zu erkennen und bat Ren um Hilfe, sein versklavtes Volk zu retten. Die beiden zogen mit zwanzig Ringraumern los und nun sind sie in der Sterneninsel Orn, die von den insektoiden Zyzzkt beherrscht wir. Ganz Orn? Nein, eine kleine, von den Worun künstlich angelegte Gaswolke beherbert einen Planeten voller Römer. Sind das echte Römer und wenn ja, wie kommen die nach Orn?. Nun liegt die Zivilsation der Erbauer des Flagschiffs der Erde am Boden und nur Ren, Jim und die Sandalenträger können etwas gegen die Herrschaft der Insekten unternehmen.

Doch das All brennt auch an anderen Schauplätzen. Die Nogk, ein Echsenvolk mit Insektenköpfen, sieht sich immer noch einer uralten Gefahr ausgesetzt, den die vernichtend geschlagenen Schatten scheinen doch nicht die Macht zu sein, welche die neuen Freunde der Erde immer wieder von ihren Heimatplaneten vertrieb. Sind es die Besitzer der ebenfalls elipsoiden aber stark bewaffneten Raumschiffe? Es stellt sich heraus, das eine kämpferische Unterart der Nogk diese Raumer befehligt, aber die wollen mit den vergeistigten Verwandten nichts zu tun haben. Sind die blauhäutigen Mutanten der Nogk der Schlüssel zu diesem neuen Volk? Bringt ein aus einer Sonnenstation stammender Computervirus Licht in die vieleicht dunkle Vergangenheit der Nogk?

Auch auf der Erde gibt es keine Ruhe. Die Wahlen stehen an und der Kommander der Sterne ist mal wieder unterwegs. Statt dessen macht sich ein anderer Kandidat um den Posten des Weltpräsidenten stark. Ärger bereiten auch neue Drogen auf Terra. Irgendwie stecken die Tel mit in der Sache und der leicht untersetzte Reporter Bernd Stranger steckt bis zu seiner losen Lippe mitten im Schlamassel.

Ja lieber Hajo, da habt ihr im HJB Verlag einiges richtig gemacht. Die Bücher sind Science Fiction-Heftromankost erster Sahne. Mittlerweile lesen sich die unterschiedlichen Handlungsstränge wie aus einem Guss und jeder Band endet mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger. Das ist nicht nett, macht aber verdammt viel Spaß! Auch innerhalb der Bände ist man auf der einen Seite irgendwie verärgert, wenn Ren vor den Senat der Römer gerufen wird um die Frage nach der Herkunft dieser in Toga gekleideter Humanoiden erklärt zu bekommen, und man plötzlich mit Bernd Stranger mitten in einer Schießerei steckt. Aber dann folgt man gespannt dieser Handlung nur um mit den Nogk vor ein neues Rätsel zu stehen und Bernd in einer lebensbedrohenden Situation zu verlassen. Das ist gekonnt und routiniert gemacht, Unterhaltung der gehobenen Sorte.


Was ist nun besser? Jeden Band sofort lesen und dann wieder zwei Monate nägelkauend auf den nächsten zu warten oder lieber einige Bände ansammeln, um sie in einem schönen Urlaub am Stück verschlingen? So ein glückliches Händchen bei Expose und Autorenauswahl hätten wir uns auch bei der letzten Altlan-Miniserie gewünscht. Weiter so – bitte!