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Erschienen
Judge Dread
Dredd vs Death
01/2004
Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland GmbH, Langen
3 CDs / EURO 44,95
Judge Dredd ist zuerst einmal ein Comic mit verdammt hartem britischen Humor – wenn man das noch Humor nennen darf. Dann ist ein eher schlechter Film mit dem verdammt schlechten Silvester Stalone. Und jetzt ist es ein First Person Shooter mit der verdammt nervenden Stimme von Silvester Stalon.

Es gibt eine Story: In Mega City tauchen Zombies und Vampyre auf. Klar, das unser geliebter SF-Polizist da eingreifen muss. In einer verdammt bunten Welt gibt es leider etwas wenige verschiedene Personen. Es gibt aber immerhin mehr Abwechslung bei den Personen als bei den Sprüchen. Da hat man Dredd leider nur eine handvoll spendiert. Das nervt!

Realismus? Der darf hier nicht gesucht werden. Aber dafür hat es eine gute Portion des schrägen Humors aus dem Comic ins Spiel geschafft. Da tanzen die Zombies in der Disco und sind vom gemeinen Techno-Fan fast nicht zu unterscheiden. In der riesigene Einkaufsstadt gibt es immer wieder allerlieblichste Werbeslogans. Da kann das Spiel deutlich Land für sich gut machen. Die erschossenen fliegen in hohen Bögen durch die Luft und unterstreichen deutlich, dass dieses Spiel nicht in die Klasse der total realistischen Kriegssimulationen will. Und darum macht es ja auch so Spaß. Nicht das es nicht spannend oder an manchen Stellen auch schwierig wäre, aber es ist simpel genug, um mal eben eine Runde rum zu ballern.

Die Grafik auch so eine Mischung zwischen verdammt gut und irgendwie simpel. Da liegen die Leichen schon mal halb in einer Mauer, aber die Texturen werden nie unscharf. Selbst wenn man vor einer Wand steht, sieht man eine hochauflösendes Wandmuster.

Im Himmel sieht man immer wieder Schweber über die Stadt fliegen, vieles bewegt sich und auch das macht das Spiel so sympathisch. Es wirkt fast paradox, aber es macht irgendwie genau deswegen Spaß, weil es so simpel ist. Und nebenbei wird auch noch eine recht gute Story erzählt. Dredd muss einer Gefangenerevolte nachgehen. Dabei befreien sich vier verdammt gefährliche Verbrecher, unter ihnen Judge Death.

Verschiedene Mehrspielerlevels gibt es natürlich auch noch, und währen der Solomissionen spielt man neue Levels oder Figuren frei. Auch nichts wirklich neues, aber es macht dennoch Spaß.


Dredd vs Death ist nichts für den Spieler, der sich zu ernst nimmt aber auch nichts für den glühenden Fan des Comics, denn das wird leider nur am Rande gewürdigt. Der geneigte SF-Fan ohne Comic Phobie kann aber seinen Spaß haben. Schnell, einfach – ideal für das Ballern zwischendurch.