2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Matthew Smith
Erschienen
Warum musste Marilyn Monroe sterben ?
02/2004
Krüger-Verlag, Frankfurt/Main
382 Seiten / € 19,90
Marilyn Monroe war und ist einer der wenigen Stars, die im kollektiven Gedächtnis bleiben und auch mehr als vier Dekaden nach ihrem Ableben auch im 21. Jahrhundert nichts von Ihrer Strahlkraft verloren haben. Matthew Smith hat in der vorliegenden Arbeit die Umstände ihres Todes im Sommer 1962 aufgearbeitet. War es Selbstmord, wie man der Öffentlichkeit verkündete oder doch Mord? Der Autor geht in 40 Kapiteln dieser Frage nach. Die Kapitel sind zwar sehr zahlreich, aber ihr Umfang mit vier bis zwölf Seiten dafür relativ kurz. Dies folgt aus Gründen der Komplexität und um eine gewisse Überschaubarkeit zu bewahren.

Mit kriminalistischem Gespür verbunden mit wissenschaftlicher Exakt arbeitet der Autor die Widersprüchlichkeiten der Menschen in Marilyns Umgebung heraus und kommt zum Ergebniss, dass Mrs. Monroe ermordet wurde. Dabei kam es zu einer großen Vertuschungsaktion, in der ihr Psychiater, der Agent, die Pressesprecherin, die Haushälterin, der Anwalt, der Polizeichef und sogar der Chefpathologe und Arzt (der im Übrigen später von der Selbstmordtheorie als einziger Möglichkeit abrückte) angaben, der platinblonde Star habe Suizid verübt. Warum taten Sie das? Um die Kennedys, mit denen der Star eine äußerst intime Beziehung hatte vom Verdacht loszusprechen, sie wären am Mord der Monroe beteiligt.

Robert Kennedy war Marilyns letzter Besuch - bevor der oder die Mörder kamen, versteht sich. Smith rekonstruiert mit unglaublicher Akribie die Ereignisse der Nacht des 04. auf den 05. August 1962. Bei der Frage, wer die Mörder denn nun seien, hat der Autor zwar eine Vermutung, aber beweisen lässt die sich bei aller GEnauigkeit der Ermittlungen nicht. Nach seiner Ansicht waren es abtrünnige CIA Agenten, die mit Monroes Tod die Kennedys stürzen wollten. Das Haus des Hollywoodstars war von CIA, FBI und Mafia verwanzt.

Darüber hinaus liefert Smith eine hervorragende Charakterstudie der blonden Venus sowie Ihrer Männerbeziehungen. Glanzpunkt des Buches ist ohne Zweifel die Veröffentlichung der Niederschrift von Marilyns Monroes Tonbandprotokolle, welche sie ihrem Psychiater zusandte. Äußerst intime Angelegenheiten, ihre gynäkologischen Probleme, berufliche Ziele und der Wunsch nach Familie kommen darin zur Sprache.


Mathew Smiths Marilyn-Monroe-Buch ist mehr, viel mehr als eine Studie um den Tod Mrs Monroes. Er ist ein Beobachter des Amerika der frühen 1960er Jahre und beschreibt die Vielschichtigkeit und Ängste einer Person, auf die wie auf keine Zweite die erotischen Sehnsüchte einer ganzen Gesellschaft projiziert wurden.