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Erschienen
Dragons Lair 3D
06/2004
THQ Entertainment GmbH, Kaarst
Dragons Lair – dieser Name stand in grauer Software-Steinzeit für die wohl beeindruckenste Zeichentrick-Animation auf dem Amiga aber auch für ein grausam langweiliges Spielprinzip. Pro superbem Bild konnte man sich zwischen den vier Richtungen und der Feuertaste entscheiden. Per richtiger Wahl zur richtigen Zeit wurde man mit einer zuckersüßen Zeichentricksequenz belohnt und zum nächsten Bild geführt. Das war nicht immer einfach und man ist eigentlich die ganze Zeit nur gestorben. Aber es sah einfach super aus.

Der Amiga ist mittlerweile den Weg alles vergänglichem gegangen und Super Grafik könnte heute jedes 08/15 Spiel haben. Und plötzlich steht wieder Dirk the Daring auf meinem Fernseher. Diesmal ist er einer kleinen Silberscheibe im Gamecube entsprungen und sieht noch besser als früher aus.

Doch als alter zu oft Verstorbener schaut man trotz der wirklich tollen Zeichentrick-Spielfigur in der eher durchschnittlichen 3-D Polygonwelt auf das Gameplay. Und das hat sich enorm verbessert. Endlich kann man frei in der Welt herumlaufen, das Schwert zücken, ohne angst zu haben, das dies nicht die einzig richtige Entscheidung zu genau diesem Zeitpunkt war.

So beruhigt kann man sich noch einmal in Ruhe das Intro anschauen. Hieß die Holde nicht Daphne? Sie ist aber immer noch verdammt wenig bekleidet und Dirk schaut immer noch dämlich, wenn er mal wieder das Zeitliche segnet.

Die ersten Schritte werden von leider nur englischer Sprachausgabe und deutschem Bildschrimtext geleitet. Dirk kann jetzt springen, Leitern hochklettern und vor allem in jede sichtbare Richtung laufen.

Unendlich viele Leben und eine Speicherfunktion – was hätte man ehedem darum gegeben.


Der Joypad-Veteran mit Zeichentrickfaible hat an diesem Spiel seine helle Freude. Die guten alten Level der Vorlage sind enthalten und sorgen im Reinkarnationstakt für Nostalgieschübe.

Vergangenheitsunbelastete werden dagegen dieses Spiel das nicht ins Herz schließen. Keine Action, magere Rätsel, häufige Tode – da fällt das Verständnis für die verzückten Augen der Oldtimer schwer.