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Erschienen
Alias
08/2004
ca. EURO 30,-
Alias soll in den Staaten ein Hit sein und in multimedialen Zeiten ist es so sicher wie das Ahmen in der Kirche, dass es zu der bekannten Marke auch ein Computerspiel geben wird. Nun sind Spielumsetzungen bekannter Filme/Bücher/Serien ein zweischneidiges Schwert wie wir alle wissen. Da geht vom Produktionsbudget alleine für die Lizensen einiges drauf. Doch Acclaim hat einen guten Ruf zu verlieren, und so darf man auf ein gelungenes Spiel hoffen – oder?

Genug der Spekulation und rein mit der Scheibe in die Playstation 2. Die Zwischensequenzen sind schon mal sehr schön, aber nicht perfekt. An einigen Stellen tauchen störende schwarze Fehler in den Polygonmodellen auf. Mussten hier aus Gründen der plattformübergreifenden Programmierung Kompromisse gemacht werden?

Die einzelnen Figuren wurden gut umgesetzt. Besonders die Mimik gefällt. Das trifft leider nicht auf die restlichen Körperbewegungen zu. Im Reallife bewegt sich selbst Aibo, der Haushaltsroboter von Sony, geschmeidiger.

Die restliche Spielgrafik kann auch keine neuen Maßstäbe setzten – solides Mittelmaß. Dafür hat man aber eine konstante Framerate hingekriegt und besonders schön: Es stört kein einziger PAL-Balken.

Alias erinnert an ein Action-Adventure. Mal kommt man mit brutaler Gewalt, mal mit subtilen Schleichmanövern weiter. Die Gegner sind ausreichend intelligent – sie müssen ja nicht mehr auf die Uni – und auch mit der Kameraführung kann man leben. Vielleicht fehlte die Übung aber beim Testen erschien die Steuerung in den Kampfpassagen eher unwillkürlich, dabei sehen die Kombos doch so schön aus. Wenn man doch nur öfters auf den Gegner auch eindreschen könnte, zu oft macht die schwammige Steuerung einem da einen Strich durch die Rechnung und das Opfer ist schon auf der anderen Kameraseite und plötzlich ist unsere Heldin das Opfer.

Neben dem Prügeln muss man die Missionsziele auskunschaften. Das erleichtert ein aus vielen anderen Spielen bekanntes Radar. Und damit hat man den Fall auch schon zu 80 % gelöst. Hilfreich sind auch noch eine Infrarotbrille und ein PDA, der auch noch Tipps gibt. Wer jetzt noch in Kindertagen per Sokoban Kistenschieben geübt und in Mastermind nicht ungeschickt ist, sollte mit den „Rätseln“ keine Probleme haben.

Zahlreiche Speicherpunkte, opulenter Sound und die original Sprecher aus der Serie machen mächtig Laune, und lassen den Spieler einige Schwachstellen im Gameplay vergessen.


Für Alias Fans natürlich ein Pflichtkauf. Beim restlichen Spielervolk wird es das Spiel gegen die enorme Konkurrenz auf dem Markt schwer haben.