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Erschienen
Roher Fisch im Buchladen?
01/2005
Sushi kochen im Buchladen ist nicht alltäglich aber lecker. Das fanden auch die Teilnehmer des vom „Fun-Fiction“ am 27. November 2004 veranstalteten kulinarischen Do-It-Yourself Kurses.

Sushi ist in aller Munde, und viele, die den rohen Fisch mit Reis schon probiert haben, sind der meist teueren Leckerei erlegen. Günstiger und auch lustiger als ein Abend im Spezial-Restaurant ist das Selbermachen – aber wie macht man Sushi? Dass das gar nicht so schwer ist, haben die Teilnehmer des Sushi-Kochkurses am vergangenen Wochenende im Buchladen „Fun-Fiction“ erfahren. Wo sonst Hörbücher präsentiert werden hatte Chef Jan Hartmann einen großen Tisch und eine Kühlvitrine aufgebaut.

Auf dem Tisch sah es schon recht asiatisch aus: an jedem Platz eine Strohmatte, etwas roten eingelegten Ingwer und natürlich Ess-Stäbchen. Was man damit zu tun hatte, zeigte Paul Steinwachs. Seit über fünf Jahren hat sich Paul der japanischen Küche verschrieben. Vor allem in Kreisen von Fans japanischer Unterhaltung ist er bekannt und fast schon ein Synonym für gutes japanisches Essen.

Zuerst kommt natürlich der Reis. Statt kernig und locker muss der Sushi-Reis etwas kleben. So hält er besser auf dem Algenblatt. Dann kommt in Streifen geschnittener Fisch oder etwas Gemüse auf das Ganze – fast fertig. Nun folgt der schwierige Teil: das Rollen mit der Strohmatte. Hier macht die Übung den Meister. Natürlich wurden die ersten Sushi-Happen gleich probiert. Soja-Soße und der enorm scharfe japanische Meerrettich „Wasabi" komplettieren den Genuss. Weiter ging es mit Inside-Out Sushi. Da ist der Reis außen. Und durch die Krebsfleisch-Füllung sind diese „California-Rolls“ sehr lecker. Von Gang zu Gang wurden die Teilnehmer geübter und auch immer satter.

Nebenbei lernte man, dass der beste Reis aus dem Gusseisentopf kommt. Der brennt zwar fast immer an, sollte er aber einmal gelingen, so sei es der beste Reis, den man bekommen könne. Und das Japan den Export von Reis verboten hat. Guter Reis kommt aus Kalifornien. Und, dass guter Thunfisch nicht riecht dafür aber auch gerne mal braun aussehen darf.

Lecker war jeder Gang, darin waren sich alle einig, und Angst vor der Sushi Zubereitung hatte am Ende des Kurses niemand mehr. Nur einen ziemlich vollen Magen, denn es gab von allem reichlich.

Und weil die Teilnehmer mehr Sushi gemacht hatten, als sie mit bestem Willen essen konnten, gab es für zufällige Ladenbesucher die eine oder andere leckere Überraschung.


Sushi war also also nicht nur wörtlich, sondern auch schmackhaft in aller Munde - zumindest bei den Besuchern des Fun-Fiction in Heidelberg.