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Steve Niles / Ben Templesmith
Erschienen
Criminal Macabre
03/2005
Infinity Verlag GmbH, Schwetzingen
148 Seiten / EURO 19,-
„Es begann wie ein hundsgewöhnlicher Fall von Vampirismus“

Cal McDonald ist ein verdammt harter Bursche. Früher mal ein Bulle und jetzt irgendwas wie ein Monsterschlächter. Er macht den Job, der getan werden muss. Er macht ihn gut und blutig. Mit den Ghouls kommt er gut aus, Werwölfe, Vampire und sonstige Monster erscheißt er. Weihwasser und Kreuze gehören für ihn in das Reich der Mythen, und er überlebt lieber in dieser Welt. Doch auch er kann Wunder erleben. Die Zusammenarbeit von Vampiren und Werwölfen ist für in eins. Dem geht er nach.

„Das war der Erste in einer langen reihe von Fehlern“

Obwohl sein Tagwerk blutig ist, hat er ein paar Freunde. Die meisten sind schon tot und haben mit dem "blutig" kein Problem mehr, Detectiv Lieutnant Brueger lebt noch, ist weiblich und die beiden werden dicke Freunde. Wenigstens etwas Warmes in Cal Leben neben der Einsamkeit, dem Alkohol und den Pillen. Und den Toten. So wie dem von einer Walflosse zerquetschten Vampir und dem auf dem Mammutzahn aufgespießten Werwolf.

Aber was hat es mit den Flöhen, dem Krieg in der Kloake und den neuen, stärkeren Monstern auf sich?

„Diese Dinge existieren und wie es scheint, kann ich ihnen nicht entkommen“

Mulder und Scully hätten an dieser Story sicher ihren Spaß. Hart und unheimlich und mal wieder eine neue Erklärung, wo all die Monster herkommen. Und es verbindet Film Noir Feeling mit Akte X Kult – lesenswert. Und anschauenswert. Templesmith schmeißt mal wieder wirr schwarze Farbe auf die Seiten, mischt das Ganze mit Deckweiß und ein wenig rot, manchmal auch etwas braun und raus kommen fast aus Versehen Comic-Panels. So muss das Gegenteil der Ligne Claire aussehen. Aber dieser Stil hat ja schon in den Vampir-Schockern „30 Days of Night“ und „Dark Days“ gefallen.

„Der Schlüssel ist es zu improvisieren. Beinahe hätte ich diese einfache Regel vergessen und beinahe hätte mich das umgebracht“

Makabren Humor gibt es natürlich auch. Die ziemlich lädierte Ghoulfrau ohne Arme liegt an Boden und kann sich nicht aufrappeln und sagt dann „Ich warte dann hier“. Und Cal geht seinen Gegner manchmal richtig auf den Arsch – wörtlich genommen.



Monster Splatter der düsteren Sorte. Witziger als „Dark Days“ mit den gleichen intensiven Bildern und Film Noir Feeling.