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Mark Waid & Brian Augustin / Paul Pelletier
Erschienen
Flash #1
01/2000
Dino Verlag, Stuttgart
100 Seiten / DM 9,90
Zzzzzzzzzzzsch - und schon ist er wieder weg. Ehedem der Rote Blitz, nun der Flash. An diesem Heft scheint einiges ziemlich schnell.

Zum Beispiel die Zeichnungen. Zzzzzsch waren sie fertig. Unstimmig, grob, lieblos, hier verkommt die zweite Ebene des Comics, welches auch mit zeichnerischen Mitteln erzählen könnte, zur reinen Bebilderung der Geschichte. Und Wuschschschschsch zurück. Irgendwo zwischen dem Cartoon-Stil und normalem Superhelden-Stil finden die Zeichnungen kein eigenes Gesicht. Sogar die Farben scheinen im alten Stil gemacht, kein störender Computer-Farbverlauf, kaum Schatten, trotzdem ohne eigenen Charme - schade!

Naja, bleibt immer noch die Story. Die Gemeinschaft der gegenwärtigen schnellen Menschen - das sind Flash, Jack Garrick, Max Mercury, Kid Flash und Impuls - entdecken das Übel aller zukünftigen Flashs: Blue Cobalt. Der ist auch noch Barry Allens Zwillingsbruder und hat geschworen, alle Allens zu jeder Zeit auszulöschen. Also machen sich die Speedster auf, um alle - und das sind viele - Flashs mittels Zeitreise zu warnen.

So dürfen wir uns auf viele kleine Episoden mit den unterschiedlichsten Flashs freuen. Keine Episode hat so richtig Handlung, aber in jeder gibt es mindestens einen neuen schnellsten Menschen. Mal im gelben Kostüm, mal als weibliches Energiewesen, mal als übergroßes Pummelchen, mal als dies und mal als jenes aber immer schön bunt. Diese Methode kennen wir bereits von den Batman-Spielsachen. Schon vor Anno Knipp gab es Superhelden-Püppchen, nur verkauften die sich nie so richtig und wenn, dann nur an Comic-Fans. Das lag wohl daran, dass es den Helden nur in einer Ausführung gab. Erst seit es den Unterwasser-Batman, den Ninja-Batman, den Flug-Batman und den Monster-Batman (um nur einige zu nennen) gibt, verkauft sich das teuere Plastik.

Schwuuuuups zurück zur Story. Erst auf den letzten Seiten wird das finstere Komplott der Erzfeinde der Allens gelüftet und die Hoffnung der Betrogenen betritt das Papier das die Welt bedeutet: ???
Okay, wer sich die Spannung nehmen will schlägt ganz schnell - zzzzzzisch - die letzte Seite auf - wir verraten es nicht.

Dino beginnt seine Flash-Reihe mit den ersten fünf Heften der sechsteiligen "Chain Lightning"-Story-Line; wer den sechsten Teil lesen will, muss auf Heft zwei warten. In dem wird dann wieder der erste Teil eines anderen Abenteuers begonnen, so sind Serienhefte eben. Das Beste dieses Heftes ist das schön gemachte Cover. Auf mattem Schwarz rauscht fizzzzzzzzzeng der durch Glanzlack hervorgehobene Held vorüber, sieht wirklich toll aus.


Flash #1 sollte Teil jeder Sammlung sein, bietet dem Leser jedoch nur mittelmäßige Bilder und eine unnötig in die Länge gezogene Story, deren Schluss erst im nächsten Heft zu finden ist.