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Erschienen
King Kong
02/2006
Ubisoft
ca. € 41,00
Mit einer Schrotflinte und fünf Patronen rennst du durch ein von aggressiven Raptoren, tödlichen Rieseninsekten und aus dem nebelverhangenen Himmel herabstürzenden Flugsauriern verpesteten Dschungel deinen Teamkameraden hinterher. Wie lange ist es her, dass du dich mit dem verrückten Kameramann in stürmischer See in ein kleines Landungsboot gesetzt hast? Keine Ahnung. Aber seit dem ist dein Leben eine grüne Hölle geworden.

King Kong ist atemberaubend linear, aber so schnell, dass es nicht so richtig auffällt. Und so richtig unterscheidet es sich auch nicht vom gewöhnlichen Ego-Shooter, aber einen mit einer hammerharten und packenden Atmosphäre. Nur ganz selten unterbrechen Zwischensequenzen die filmisch ablaufende Handlung. Die Rätsel sind des Namens nicht wert. Es geht meistens darum, vor einem Tor zu stehen, und Balken zum Türöffnen zu finden.

Dass man sich so richtig im Spiel fühlt, liegt wohl auch daran, dass man sich immer völlig frei umschauen kann. Das gilt auch für die Szenen, in die man selbst nicht eingreifen kann. Dabei gefällt vor allem, dass Jack ein begrenztes Sichtfeld hat, so zum Beispiel, wenn Ann dem großen Affengott geopfert wird. Zuerst hört man nur ihre Schreie, dann kann man, wenn man ganz nach links schaut, ein Gerüst erkennen. Langsam kommt die an diesem Gerüst angebundene Ann ins Bild – und als der riesige Affe auftaucht, will einem fast das Blut in den Adern gefrieren.

„Spiel als Jack oder King Kong“ lässt vermuten, dass man sich die Figur aussuchen könnte, aber man wechselt je nach Level die Figur – nicht schlecht aber irgendwie doch enttäuschend. Auch die „unvergleichbar abwechslungsreiche Spielmechanik“ sucht man nah dem ersten „boah was Wahnsinn Atmo“ recht vergeblich.

Aber wie auch immer, die meiste Zeit beim Spielen vergisst man das Zimmer, den Controller und die Konsole und taucht mit Angstschweiß auf der Stirn in die Filmwelt von Peter Jacksons King Kong ein. Dass es nicht zu langweilig wird, liegt aber auch an der recht kurzen Spielzeit, aber was hat man in den paar Stunden erlebt? Als King Kong eine Horde Raptoren und einen T-Rex verdroschen, kurz vor dem letzten Schuss immer rettende Munitionskisten gefunden, einem völlig abgedrehtem Kameramann etliche Male das Leben gerettet und immer mal wieder Seite an Seite mit dieser wunderschönen Frau gekämpft – was will man mehr.


Schnell und kurz, aber was für eine Atmosphäre!