2017
 
 
 

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Alan Grant / Jim Balent & Kate Giffen / Alice Grant / Denise Cowan
Erschienen
Lobo #2: Super Sommer Sex Special
06/1999
Dino Verlag, Stuttgart
56 Seiten / DM 9,99
Und das Line-Up zum Bikini-Wettbewerb scheint die Investition zu rechtfertigen. Prinzessin Shao-La bück sich herzergreifend, T.V.Smith überzeugt den glücklichen Lobo dermaßen von ihren Qualitäten, daß man sofort tauschen möchte, und Leonora IG holt den nun leibes- und liebestollen Leser zurück in das Land der Pickel und der Cellolite. Zu dumm, das sich die meisten der lust-fördernden Damen alsbald als Lug und Trug erweisen. Die eine ist ein Alien ("Nach den Filmen hätt ich da n bisschen mehr erwartet"), eine andere Roboter-Freiheitskämpferin, die sich gleich mal zwanglos vom überschüssigen Körperfleisch befreit. Doch auch mit für die Rechte der Frauen oder für Anstand und Freiheit kämpfenden Extremisten muß sich der Held der verfräggten Situationen herumschlagen. Zum Schluß ist leider nicht nur bei der einzig übrig gebliebenen Mitstreiterin die Luft raus - keine Preise, keine Schiedsrichter und nach einer erschütternden Erkenntnis auch kein Sex.

Das alles wird blutig von Jim Balent in Szene gesetzt, der schon Catwoman aller üppigst ihrem Treiben hat nachgegehn lassen. Wer nichts mit den Hinweisen auf Virgil Dox und die L.E.G.I.O.N. anfangen kann: Dort arbeitete der Frägg-Man mal für Brianiac 5 von der Legion der Superhelden in einem Team - unvorstellbar und vor allem schlußendlich unbezahlbar.

Bei der zweiten Story handelt es sich laut den Namen der Schöpfer wohl um ein reines Frauenwerk. Doch sollten uns da die Namen stutzig machen? Genau! Als man Stefanie Volkmer das letzte mal sah, kämpfte es noch mit dem Bart-Problem und auch Alice Grant ist ein Mitglied, also doch der Papier gewordene Traum unterforderter Machos. Diesmal muß Lobo eine Liebesdienerin aus einem Harem herausholen. Kein großes Problem - oder doch. Der Harem hat die Ausdehnung einer mittleren Großstadt mit ebenso vielen Damen darin. Die kräftigen, jedoch mit Fehlern gebauten Wachen bedeuten kein Problem, nur die Lendenschwäche des Haremsbesitzers macht Mr. Frägg-Man zu schaffen. Denn die lieblosen Damen nehmen den Neuzugang des anderen Geschlechts sofort in die Pflicht. Was wie der Himmel auf fremden Planten anfängt, wandelt sich bald in üble Arbeit. Nach drei Tagen kann sich der Präsi nur noch mit der Narkose-Wumme den zuckenden Leibern entziehen. Da bleibt nur noch der Job. Letztendlich durchpflügt der galaktische Söldner einen wahren Fleischberg nach der zu suchenden Freudendame und hofft, daß die Narkose bei den restlichen Hübschen lang genug anhält.

In die Waagschale der Korrektheit wird auf der letzten Seite noch die Aufforderung zum Kondomgebrauch geworfen. Da kommt die Botschaft wenigstens bei den Richtigen an. Aber wer bei dem Titel "Super Sommer Sex Special" und dem tollen Cover - zwei traumhaft gebaute Damen entledigen sich ihrer Bikini-Oberteile in den Armen eines bis auf zwei Pistolen ganz natürlichen Lobos (verdammter Strich-Code) - etwas anderes erwartet hat, ist nicht von dieser Welt. Schöner noch als das Standard-Heft sieht die limitierte Version aus: Eine etwas mürrisch dreinblickende und schon des Bikini-Oberteils entledigte Schönheit erhält die Anstecker für den ersten und den zweiten Preis, den einen links, den andern rechts.


Endlich mal kein Etiketten-Schwindel - es heißt ja nicht "Super Sommer Hard-Core-Sex Special". Sexy, blutig, abgefahren - Lobo wie er leibt und lebt. Witzig aber nicht für Kinder!

Bester Nebeneffekt: Nun dürfen wir mit Recht das Wort "SEX" in die Zeile "Metawords" unserer HTML-Seite einfügen. Das wird unzählige neue Leser der Parnass bescheren!