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Erschienen
Harry Potter und der Orden des Phönix
08/2007
Electronic Arts GmbH, Köln
Harry Potter der Orden des Phoenix Es ist beileibe keine Magie im Spiel, wenn zu einem Kassenschlager an den Kinokassen ein Spiel auf den Markt geworfen wird. Harry Potter macht da keine Ausnahme und schon vor dem Kinostart darf der PC, PS2, PS3, Wii und Nintendo DS Besitzer sich auf die bebilderte Reise durch das Abenteuer des fünften Buches zaubern.

Es geht um eine feindliche Übernahme des Zauberreichs durch die Bösen und Harry samt seiner Freunde stellen „Dumbledores Armee“ auf, um diese Verschwörung zu besiegen. Auf der Seite der Bösen steht natürlich der blonde Arsch aus Slytherin Draco Malfoy und der Oberböse dessen Namen man nicht nennen darf, aber am Ende wird doch fast alles gut werden.

Wer die Geschichte nicht kennt sollte das Buch lesen, es lohnt sich, auch wenn diese Geschichte einen anderen, vielleicht ernsteren Charakter hat als die ersten drei wunderschönen fantastischen Geschichten. Das lohnt sich vor allem auch, wenn man das Spiel verstehen will, denn hier wird die Handlung sehr sprunghaft vermittelt. Da fragt man sich als Buchunkundiger häufiger, ist das eine Rückblende oder warum ist Harry wieder im Hause der Weasleys?

Ein weiterer Stolperstein könnten die groben Figuren sein. Mimik wie in Half Life 2 oder anderen Grafikreferenzen sucht man hier vergebens. Wegen der künstlichen Überbelichtungen erinnert dieses Spiel sehr an Tomb Raider Legend, aber an Lara kann Hermine nicht heranreichen ;0) Aber was sind solche Unwichtigkeiten gegenüber der Möglichkeit, Hogwards mal selber fast ungestört zu erkunden? Man kann die Regenrinnen hochklettern, zu Hagrids Hütte laufen oder den Glockenturm erkunden. Hogwards ist groß und zu leicht könnte man sich verlaufen wenn es nicht die Karte des Herumtreibers gäbe. Hier kann man alle Plätze rund um die Zauberschule anwählen und schattenhaft erscheinende Fußspuren weisen einem den Weg. Hier kann man auch schauen, welche Aufgaben in der Nähe zu lösen sind. So ist die Suchen nach den 28 Mitgliedern von Dumbledores Armee ohne dieses Hilfsmittel eine elend langwierige Aufgabe. Auch die vielen Abkürzungen duch die Portraits helfen, die ewige Rumrennerei auf ein Minimum zu reduzieren.

Um was geht es eigentlich in dem Spiel? Ein Actionspiel ist es auf keinen Fall. Die gelegentlichen Kämpfe gegen die Slytherin haben eigentlich keinen Einfluss auf den Ablauf des Spiels. Eiun Adventure? Die wenigsten Rätsel des Spiels sind schwierig zu lösen, erfordern allenfalls ein mehrmaliges Ablaufen aller Orte. Da kommen wird dann auch zu einigen Bugs im Spiel: Löst man ein Rätsel zu früh, wird ein schon mal reparierter Gegenstand wie eine Regenrinne wieder kaputt dargestellt, um das Rätsel wieder rästelhaft zu zeigen.

Das hört sich nicht fesselnd an, ist es aber trotzdem. Auch wenn die Geschichte wie schon erwähnt sehr holperig erzählt wird, ist dieses Spiel ein gelungener interaktiver Film in Spielgrafik. Alle wichtigen Stellen sind umgesetzt und in der Mitte des Spiels kommt es auch zu Harrys erstem Kuss! Es macht einfach irrsinnig Spaß, den Tarnumhang anzuziehen und Vasen kaputt zu machen, um die Bewacher des Leherzimmers weg zu locken oder mal mit allen Portraits zu sprechen, wenn die nicht gerade laut schnarchen. Allerdings sind Harrys Schulkameraden etwas einsilbig. Im Laufe der Zeit kennt man die diversen Phrasen wie „Harry stickt“ oder „Wie gehts“ auswendig. Das macht aber nichts, wenn man dafür alle Fackeln Hogwards anzünden kann. Am meisten macht das Spiel auf der Wii Spaß, da muss man mit dem Controler wie mit einem „echten“ Zauberstab“ durch die Luft wirbeln. In puncto Grafik nehmen sich PC, Wii Und PS2 Version des Spiels nichts, Klar ist bei einer guten Grafikkarte die Auflösung am PC höher, aber da die Grafik eine untergeordnete Rolle spielt, fällt das auf Dauer nicht ins Gewicht.


Grafik grad so okay, Story holprig aber mal Hogwards zu Fuß erkunden macht trotzdem Spaß.