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Erschienen
Animagic die Zweite
08/2007
Am Freitag gab es nach den ersten Showacts auch das Große Opening, auf dem alle Ehrengäste des Wochenendes kurz vorgestellt wurden (Bild 1). Und die Ani hat davon einige. Kommt man an amerikanische Zeichner, Filmschaffende oder Autore noch relativ einfach heran, ist das mit japanischen Manga- und Anime-Künstlern weitaus schwieriger. Jahrelange Kontakte und ein großes Vertrauen der Japaner in die Gastgeber sind notwendig. Wer also die Macher mal live sehen möchte, kommt an einem Besuch in Bonn nicht vorbei. So ging der Freitag prunkvoll zu Ende.

Und der Samstag fing früh und verregnet an. Die Orga hatte mit den meist leicht bekleideten Fans ein Einsehen und öffneten schon vor dem eigentlich geplanten Einlass die Pforten zur Beethovenhalle. Die Tanzgruppe TnS eröffnete die Hauptbühne, die jedoch Samstags traditionell dem Cosplay gewidmet ist. Angemeldet waren über 60 Teilnehmer, aber unfertige Kostüme oder zu großes Lampenfieber hatten das Cosplayer-Feld auf circa 40 Nummern schrumpfen lassen. Da wurde die lange Panzerfaust unwürdigen Juroren, Naruto-Cosplayern und Yaoi-Fans angedroht. Dafür gab es auch einen Preis ;0) Den Preis für das beste Kostüm bekam eine Fee (Bild 2) und den selben Preis verliehen noch einmal die japanischen Ehrengäste an leuchtende Engel (Bild 3).

Wenn man schon mal in Bonn ist, sollte man auch einen Blick in den Bonnern Comicladen werfen. Dort wird ja die wunderschönen Neuauflage des Comic-Klassikers „Prinz Eisenherz“ verlegt. Das Interview mit dem Verantwortlichen über die Probleme beim Besorgen der Vorlagen, der Bedeutung der Farbgebung bei diesem Comic und warum man überhaupt einen Comic rausbringt, der schon x Male in Deutschland veröfentlicht wurde folgt in den nächsten Wochen.

Zurück zum Cosplay. Neben den überwiegend japanischen Figuren waren auch ein Homer Simpson, die Teen Titans Beast-Boy, Dark Raven und Starfire außerdem Superboy, Impuls und Robin zu sehen. Von vielen unerkannt protestierte eine kleine Gruppe in „V for Vendetta“ Masken für nicht genau erkennbare Ziele, wir wünschen trotzdem viel Erfolg.

Für Comic-Fans die interessanteste Anime-Vorstellung war sicherlich „Witchblade“, die eine in der nahen Zukunft in Tokio angesiedelte Träger der magischen Waffe zur Heldin hat. Die Serie kann mit einem mechanischen Aufziehmonster, einer sehr fürsorglichen Tochter und natürlich einer vor allem die weiblichen Rundungen nur knapp bedeckenden Witchblade überzeugen kann. Ansonsten waren natürlich das gesamte Rahmenprogramm mit unzähligen Fans, Händlern, erfreulich vielen Film- und Verlagsständen, auch japanischen Verpflegungsständen und freundlichen und manchmal auch handküssenden Offiziellen Grund für viele vergnügte Stunden in der ehemaligen Bundeshauptstadt, die während der Animagic dieses Jahr zum zweiten Mal zur Hauptstadt der Japanophilen gemacht wurde.