2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Erschienen
"Dhalia‘s Lane" bringt den "Song for Ireland" nach Hockenheim
10/2007
Ein fester Posten im Kulturprogramm des Hockenheimer Musentempels „Pumpwerk“ hielt Ende September in der „guten Stube der Stadt“ Einzug: Die Formation „Dhalia’s Lane“ machte wieder einmal Station, um ihre „Celtic Dreams and Dances“ unters Volk zu streuen. Dieses war reichlich geströmt wie zumeist und ist der Band um Leader Berk Demiray von Anfang an fast blind gefolgt auf einem musikalischen Rundgang durch ein Traumschloss aus Tönen und Rhythmen.

Verfestigt hat sich seit dem letzten gemeinsamen Auftritt der Band mit der wechselhaften Geschichte im Sommer 2006 die extra für Hockenheim etwas verbreiterte Frontline: Neben Helen Mannert, die nicht nur an Fiddle und Akkordeon ein wahrhaftiger Bringer geworden ist, sondern die längst auch gesanglich eine beeindruckend gute Figur abgibt und dem samtig weich singenden Gitarristen Berk Demiray, dessen unglaubliche Bühnenpräsenz trotz der Spuren, die auch die Jahre im „Pumpwerk“ hinterlassen haben, noch immer von einem fesselnden emotionalen Tiefgang geprägt ist, der seinesgleichen suchen kann hatte „Dhalia’s Lane“ wieder ihre beiden leider nach wie vor als „Gastsängerinnen“ bezeichneten Stimmen Diana Hübner und Anna Hachulla wieder mit an Bord. Hachulla war zwar nur „ganz spontan“ und auf ein Lied mitgekommen, sie konnte aber mit ihrem festen, fesselnden Organ und „The Galway Farmer“ trotz der nur kurzen Stippvisite ordentlich punkten; Diana Hübner war präsenter und ließ vor allem all diejenigen aufhorchen, die die Band schon länger begleiten: Ihre Stimme ist sicherer geworden, raumgreifender gar bisweilen – aber sie hat dabei etwas von ihrem Schmelz eingebüßt und einen Deut der früheren Zärtlichkeit verloren, die sie allenfalls im rührenden „Sehnsucht“ am Schluss des Programms noch einmal ordentlich aufpolieren konnte. Nun, vielleicht ist das der Preis, den man für das breite Repertoire der „Dhalia’s“ zahlen muss, die auch diesmal wieder zwischen anrührenden Balladen und herzzerreißenden Klangbildern und Geschichten wie „Waltzing Matilda“ und dem ganz neu ins Programm aufgenommenen „Hochzeit“ aus der Feder Demirays auf der einen, mit rassigen, mitreißenden, aufpeitschenden Melodien und Rhythmen wie dem Dauer-Hit „Maschero“, mit denen vor allem Rainer Burgmer, Urgestein und Höllenbläser an den Flöten und Bergo Ibrahim mit Percussions hervorstechen konnten auf der anderen Seite hin und her pendelten. In einem perfekt dafür vorbereiteten Raum: Bestuhlung beim Irish-Folk-Konzert gibt zunächst zu denken, wenn man dann aber doch zig Tänzer vor der Bühne „abgehen“ sehen kann, dann sind alle Zweifel wie weggeblasen.


So war es ein Konzert ohne Frage aus den besseren Tagen der Band: Mit einer trotz mitgealtertem Publikum ganz bemerkenswert guten Stimmung und mit Titeln, die ans Herz und in die Beine gehen – mehr als ein „Song for Ireland“ eben!



Weitere Informationen im Internet unter http://www.dhalias-lane.de.

 

 

 
 

©:www.dhalias-lane.de