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Studio Gonzo
Erschienen
Witchblade - der Anmie 1 & 2
12/2007
Panini Verlags GmbH, Nettetal
Spieldauer ca. 100 Minuten je DVD / ca. € 25 je DVD
Witchblad – Anime Wir schreiben das 22. Jahrhundert. Mitten im von einer gigantischen Explosion dem Erdboden gleich gemachten Tokyo sitzt die verwirrte Masane Amaha im Epizentrum der Zerstörung mit einem Baby in ihren Armen. Sechs Jahr später kehrt die junge Frau und ihr Kind nach Tokyo zurück. Sie ist auf der Flucht, denn das Amt für Kindervorsorge will ihr das Kind wegnehmen. Doch das ist nicht alles, denn mörderische Roboter kreuzen immer wieder ihren Weg. Doch sie ist nicht wehrlos, denn sie trägt die Witchblade.

Noch kennt Masane ihre Kräfte nicht, aber zwei mächtige Männer scheinen mehr über sie zu wissen. Reiji Takayama ist der Kopf der Douji Gruppe und stellt Masane als Jägerin seiner abtrünnigen Kampfroboter ein. Der andere alte Mann, der Masane nicht in Ruhe lassen will ist Tatsuoki Furumizu. Er ist als „Vater“ des Amts für Kinderfürsorge bekannt, aber seine Interessen ist nicht nur das Wohlergehen kleiner Kinder. Und mittendrin Masane, die wegen ihrer Witchblade gejagt wird und eigentlich nur ihrer Tochter Rihoko ein normales Leben bieten will.

Der Anime erzählt von einer bisher unbekannten Witchblade, die außer ihrer Waffe nichts mit den Heldinnen aus den Comics gemein hat. Natürlich ist auch die japanische Zukunftsversion eine üppig proportionierte Kämpferin, aber hier steht vor allem ihre Tochter Mittelpunkt der Geschichte. Das kleine Mädchen bringt neues Leben in das vom Abriss bedrohte Geschäftshaus mitsamt seinen skurrilen Einwohnern. Eine stille Wahrsagerin sitz täglich im Café der mürrischen Hausbesitzerin, die nur ungerne Kredit an den jungen Fotografen Yuusuke Tozawa gibt.

„In Witchblade geht es um die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind“ fasste Yoshimitsu Ohashi, Regisseur der Serie, bei einer Vorführung der ersten Episode im Rahmen der AnimagiC 2007 den Anime zusammen. Aber es geht natürlich auch um gut gebaute Mädchen in knappen Kampfcombis. So sah das auch der Regisseur, der auf die Frage, warum Frauen die besseren Kämpfer seien, antwortete, dass zumindest seine Witchblade beim Kampf Lust empfände, und deswegen eine sehr passionierte Waffe sein. Eine Charakterstudie ist die Serie auf jeden Fall nicht, und eine Serie eigentlich auch nicht, denn ab der dritten Folge gehen die Episoden nahtlos in einander über. Die Animation ist einwandfrei. Es handelt sich schließlich um eine Produktion des renommierten Studio Gonzo, und die haben mit Serien wie „Helsing“ oder „Last Exile“ die Latte selbst für japanische Produktionen recht hoch gelegt.


Witchblade bietet auch als Anime eine pralle Ladung sexy Heldin für den auf kämpfende Maiden stehenden Action-Fan. Allerdings bringt das Zusammenspiel zwischen Heldin und Tochter noch einen große Priese herzzerreissender Mutterliebe zwischen die Fights in knappen Kostümen und die Supporting Charakter aus dem Wohnhaus der Witchblade machen einfach Spaß, was die Serie nicht zu ernst werden lässt.