2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Dietz
Erschienen
Hitman – Der innere Feind
04/2008
Panini Verlags GmbH, Nettetal
274 Seiten / € 9,95
First-Person-Shooter sind mindestens so ein Teufelszeuch, wie Bilderheftchen. Sie sind für die Verrohung der Jugend und den Klimawandel verantwortlich. Is doch klar – oder?

Computerspiele verkaufen sich und so ist es keine Frage, dass es neben den aufwendigen Games auch etwas günstiger produzierte Möglichkeiten der Markenausbeutung gibt. Statt eines Teams von Programmierern, Musikern, Textern und Grafikern nur noch ein Autor. Ein Roman zum erfolgreichen Spiel macht also aus Sicht des Marketings Sinn. Darf es auch ruhig, wenn das Ergebnis gut ist.

Hitman ist ein für einen Shooter abwechslungsreiches Spiel, das vor allem von der Coolness des Helden, seiner diffusen Vergangenheit und dem Herausfinden der besten Problemlösung liegt. Diese Komponenten sind ordentlich in den Roman übernommen worden. Hitman ballert, beobachtet und überlebt. Und das macht er spannend.

Der Fan des Spiels wird ordentlich bedient, auch wenn es „nur“ ein Buch ist, erlebt Nummer 47 hier mehr Abenteuer als in den bisherigen Spielen. Der gestandene Roman-Fan wird vielleicht etwas Tiefe vermissen, denn der Held überlebt etwas geradlinig. Aber es ist eben der Hitman, der beste Killer, und in diesem Roman auch Zielscheibe. Da muss er der Falle bei einem Rocker-Treffen entrinnen und rechtzeitig von einem Boot wieder verschwinden während im Hintergrund die Bosse ihre Intrigen spinnen.

Das macht nicht nur am Baggersee Spaß. Wer mehr Hitman erleben möchte, kann die älteren Spiel zum Preis des Buches erwerben. Wer schon alle Spiele durchlebte, kann sich die Pause bis zum nächsten Teil mit diesem Buch angenehm verkürzen, auch wenn sich „Hitman – Der innere Feind“ leider zu schnell liest.


Nett