2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Erschienen
Hanami 2008
06/2008
Ludwigshafen ist eigentlich eine eher hässliche Stadt. In der weitläufigen Fußgängerzone gibt es neben 1-Euro Läden eigentlich nur noch leer stehende Geschäft, stimmt nicht, fühlt sich aber so an. Das ändert sich nur selten und die Hanami ist einer dieser zu seltenen Augenblicke.

Ein Mal im Jahr wird es also bunt und herzlich rund um „Das Haus“ in der Anelinstadt Ludwigshafen. Und die Leute in der Orga haben ihre Hausaufgaben gemacht „Ja, jedes Jahr machen wir Sachen besser und sich auch neue Fehler – aber das muss wohl leider so sein“ resümierte ein glückliches und wohl auch leicht müdes Orga-Mitglied. Toll war diesmal, dass man die Kartenausgabe vor die Türen der Hanami verlegt hatte. So kam es zu keinen größeren Staus am Eingang – Klasse!

Im und um das Haus gab es eine Anime-Con wie wir sie erwarten und leiben: super Wetter (da haben die Veranstalter wohl ihre Beziehungen spielen lassen ;0), Gesang und Cosplay auf der Bühne, mit der nahem Kirche eine super Location zum Fotoshooting und im Innenbereich einen großen Spielplatz für alle großen und kleinen Kinder.

Lernen muss aber auch die Stadt Ludwigshafen. Die hatten eine Veranstaltung für über 1.000 Leute genehmigt, aber irgendwie nicht daran gedacht, das diese 1.000 Leute auch Müll machen. Zwar benutzten alle die vorhandenen Mülleimer, die waren aber ziemlich schnell voll. Und als es die Leute der Stadtreinigung bis zum Vorplatz der Hanami geschafft hatten, hatte sich einiges an Müll rund um die Mülleimer angesammelt. Das sah nicht gut aus, war aber nicht der Fehler der Hanami oder gar der Anime- und Manga-Fans.

Stolz können die Macher der Hanami sein, sollte es neue Fehler wie erwähnt gegeben haben, sie fielen nicht auf. Vielleicht war der Kuchenwettbewerb ein Fehler, die Reste im Kuchenwagen sahen zumindest fürchterlich aus. Vielleicht hatte die Jury auf der Bühne dann doch zu viel Spaß bei ihrer Arbeit?

Fachsimpeleien kurz zusammengefasst: Die beiden Mangaka Prin & Umi Konbu erzählten, dass sie sehr gerne in Deutschland leben würden, ihre Arbeit aber nach Japan verkaufen, da es bei uns keinen Markt für ihre Geschichten gäbe – Schade! Die oranghaarigen Comic Comboler fühlten sich im Keller nicht ganz so wohl und sehnten sich nach den guten alten Zeiten zurück, als man bedenkenlos 80 Exemplare des neuesten Manga-Titels ordern konnte und sicher war, die auch zu verkaufen. Aber das sei leider nicht mehr der Fall. Und die Leute der Conreports.de haben endlich ordentliche Jobs, um die Kameras zu bezahlen, mit denen sie seit Jahren alle möglichen Cons aufzeichnen, deswegen aber noch weniger Zeit ihre Werke zu schneiden und zu veröffentlichen – man kann eben nicht alles haben.

Dafür waren mal wieder deutlich mehr Besucher verkleidet als im letzten Jahr. Wenn das so weitergehen sollten, sind nächstes Jahr alle verkleidet (wir legen uns schon mal was passendes zu, um dann nicht allzu sehr auf zu fallen), bis dann!

_____________________________

Die Bildergalerie: