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Erschienen
Die Korrektur des Handbuchs
06/2008
Eine Hör-Geschichte ohne Leichen, Zombies oder Vampiere; die Robotergesetze und das ganze kostet nix? Klingt seltsam, ist aber erfreulicherweise genauso, wie es hier steht.

Das Mindcrusher Studio veröffentlicht hier nicht sein erstes Hörspiel, und das hört man. Gute Soundeffekte, spärlich aber auf den Punkt eingesetzt, zur Geschichte passende ruhige Musik mit passendem Timing – technisch passt alles. So kann man sich ganz auf die Geschichte rund um die immer wieder für Verwirrung sorgenden Robotgesetzte einlassen.

Hier geht es um die Arbeit der erfahrenen Dr. Jamie Melvin. Sie versucht die Robotgesetzte noch besser zu machen und deckt natürlich ein Problem auf. Auf einem menschenfeindlichen Außenposten verliert ein Container regelmäßig an Gewicht. Warum? Diese Frage führt Dr. Melvin auf die Spur des Problems.

Der Reiz der Geschichte liegt im Lösen des Rätsels. Ruhig und souverän führt Sprecher Carsten Wilhelm durch die drei Viertel Stunde ohne Laserstrahlen, die gerade deswegen angenehm unterhält. Mit Karen Schulz-Vobach hat man bei den Mindcrusher Studios eine versierte Sprecherin für dieses Projekt gewinnen können. Allerdings kann sie in ihrer stets gereizten und leicht überheblichen Art, wie sie die Rolle der Dr. Jamie Melvin spricht keine Sympathie erwarten. Zudem klingt sie deutlich zu jung – nicht schlecht und technisch toll, aber etwas neben der Rolle.

Und wer noch so richtig den Beckmesser raushängen will, könnte noch einen langer Text des Sprechers erwähnen, in der dem Erzähler zu wenig Zeit zum Luftholen gelassen wird und so diese Passage kaum merklich aber dann doch geschnitten wirkt.

Aber dafür muss man sich wirklich auf dieses angenehm actionlose Geschichte einlassen. Mit Wehmut erinnert sich der in die Jahre gekommene Hörspielfan an die ähnlich konzipierten SF-Radioproduktionen aus den 70ern – bei weitem nicht die schlechteste Referenz für fantastische Geschichten für Hörer, die gerne auch mal mitdenken.


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