2017
 
 
 

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Mark Waid/Ron Garney
Erschienen
Marvel Special #03: Captain America
04/1998
Panini Verlags GmbH, Nettetal
112 Seiten / 9,95 DM
In diesem Comic kämpft Hauptmann Deutschland seinen patriotischen Kampf für die deutsche Sache und gegen die polnischen Fieslinge und um die Anerkennung durch den Kanzler Kohl. So müßte es eigentlich in einer korrekten Umsetzung ins Deutsche heißen. In echt heißt es aber Captain America - Mann ohne Heimat. Mich berührt es immer wieder seltsam, daß man hier bei uns leichter mit amerikanischen Nationalismus umgeht als mit einen notwendigen deutschen Nationalstolz (kein Großdeutsches Reich, aber weg von einem "Deutschland ist mir egal"-Gefühl - denn man tut nichts für etwas, das einem Egal ist - und so wird auch der nächste Kanzler Kohl oder Schröder heißen).

Doch zum Comic. Zeichnerisches Mittelmaß begleitet uns beim Ringen des Helden aus dem zweiten Weltkrieg um seine Rehabilitation. Cap wird des Landesverrates beschuldigt, und alles spricht gegen ihn. Steve Rogers, so heißt Cap bürgerlich, war eigentlich gestorben. Doch sein Erzfeind, der Nazi Red Skull (was für ein ur-deutscher Name für einen Nazi-Schurken!), reanimiert ihn. Dabei erfährt Skull einige amerikanische Geheimnisse die nur Cap kannte. Bei seinem Abenteuer wird Steve von seiner Ex-Partnerin Sharon Carter unterstützt.

Gemeinsam kommen die beiden sich und der Lösung des Problems immer näher. Im Laufe der Geschichte begegenen wir S.H.I.E.L.D, Doctor Domm, asiatische Gefangene werden befreit, Cap erhält seine Uniform zurück und wir sehen den amerikanischen Präsidenten salutieren.


Es passiert also einiges in diesem dicken und routiniert gemachten Heft. Aber: Daß amerikanischer Nationalismus bei uns kein Problem ist hat ja schon der Erfolg von Filmen wie "Eine Frage der Ehre" und neuerlich wieder "Die Akte Jane" bewiesen.