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Erschienen
AmoKomA macht nur Schall ohne Rauch
03/2010
Sie sind ein altbewährter Garant für Stimmung und Party – und bringen gleichzeitig auch noch Stil und Klasse ins Haus: „AmoKomA“. Ganz ihrem Ruf entsprechend heizte die Mannheimer Soulband mit dem erweiterten Musikschatz Ende Januar im Hockenheimer Kulturzentrum „Pumpwerk“ ein und brachte das Publikum, das den Musentempel bis an die brandpolizeiliche Grenze füllte, phasenweise in echte Raserei: Bisweilen war von der Truppe auf der Bühne angesichts des um sich greifenden Jubels kaum noch etwas zu hören. Zu sehen waren die Stimmungsmacher umso besser, verzichtete man doch auf jeden Showeffekt.

In Stimmung gebracht wurden die Gäste, die mit ihrer wirklich außergewöhnlichen Altersstreuung illustrierten, wie breit die Fangemeinde der Kultband aus der Quadratestadt aufgestellt ist, von einem Hockenheimer Eigengewächs: Amalia Sessler brachte eine markante, rauchig-erdige Stimme mit, die man der 19-jährigen zierlichen Schönen gar nicht zugetraut hätte; dazu ganz viel Gefühl und eine grandiose Power. Eine halbe Stunde brachte Amalia, ganz spartanisch, aber in einer spannenden Mischung aus rhythmischem Druck und filigranem Picking nur von Freund Waldemar an der Gitarre begleitet das „Miracle of Love“ oder „Talk to me“, beides von „Eurythmics“ – ein satter Opener für die Monnemer, zu denen Amalia im letzten Winter ebenfalls gestoßen ist.

Die Truppe um Frontmann Olli Rosenberger machte anschließend genau das, was man von ihr erwarten durfte: Party bis tief in die Nacht hinein – immer volle Kanne, immer ohne Pause und vor allem immer mit ganz „fettem“ Groove. Genau dafür sind die „Black-Funk-Soul-Hiphop-R’n’B-Freibbeuter“ bekannt und beliebt. Genau dafür werden sie seit 25 Jahren bejubelt und genau das können sie auch am besten.

In der altbekannte Instrumentalisten-gruppe scharten sich um Bandgründer und Drummer Silvio Gross der treibende, abgrundtiefe Bass Manuel Mandryschs und die immer wieder eingeworfenen Akzente von Gitarrist Sebastian Kunz und Keyboarder Gerd Hofmann. Zu diesem grundsoliden, immer wieder von blanker Phantasie strotzenden Sound gesellte sich eine inzwischen fünfköpfige Frontline: Der Hockenheimer „Brite“ Olli Rosenberger, dessen dominante Stimme Band und Publikum gleichermaßen in Bann zieht, um ein Feuerwerk der guten Laune zu entfesseln, ist nach wie vor „König AmoKomA“ – ein Kristallisationspunkt für Stimmung und Groove, dessen gnadenlose Bühnenpräsenz auch nicht durch das schnuckelige, etwa 200 Jahre alte Foto auf der Band-Website geknackt werden konnte. Dazu ist seine Stimme, die diesmal beispielsweise mit einem genialen „Simply Red“-Medley (alles dabei von „I keep holdung on“ über „Money’s too tight to Mention“ bis „Come to my aid“) glänzte, einfach zu genial.

Ebenfalls längst eine feste Größe, vor allem im R’n’B-Fach: Der stimmliche Feger Fatma Tazegül. Neu dabei Amalia, die im Chorus und in Duo glänzen konnte und sich gut in den vorhandenen Sound einfügte.

Wie immer echte Highlights die US-amerikanischen Leih-Stars „Mr. Soulman“ Terry Dean, der mit seinem flexiblen Organ alles geben kann und diesmal wie so oft unter anderem mit seiner ganze eigenen Variante von Princes „Kiss“ glänzte, und „der Lange“ Rapper Daniel D., der vor allem mit dem „Black eyed peas“-Renner „Where is the love“ punkten konnte.


Einmal mehr feierten „AmoKomA“ und Freunde eine endlose Party im Pumpwerk, die Lust macht auf den nächsten bereits feststehenden Gig, wenn die Stimmungsgaranten beim „Hockenheimer Mai“ auftreten werden: Wie diesmal wieder ungebremster Schall ganz ohne Rauch.



Weitere Informationen im Internet unter http://www.amokoma.de.

 

 

 
 

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