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Erschienen
Comicsalon Erlangen 2010
07/2010

Unsere erste Sendung
. Als Co-Moderator Stefan Dinter ("Brüste müssen Handarbeit bleiben"), Mit-Chef des Zwerchfell-Verlags. Im Einspieler der Botschafter der Sprechblase Flix und Erlangens Kulturrefferent Dr. Dieter Rossmeissl.

Sendung Nummer zwei
, diesmal mit Georg Tempel (Feest Verlag, EMA Verlag, Zack Chefredakteur), Marschalls Comic-Tipps und Einspielern von der Max & Moritz Preisverleihung.
 
Deutschland größte und wichtigste Veranstaltung haben wir bisher in zwei Filmen, einer Fantastischen Woche und einigen Bildern behandelt. Zwei Tage, nach dem der Salon schloss, nun die restlichen Interviews und Bilder:
„Wir sind ein Team“ hörte man nicht nur bei der Max & Moritz Preisverleihung als Antwort auf die Frage, wer denn den Salon veranstaltet. Wir haben einen (wichtigen) aus diesem Team vor der Kamera gehabt: Bodo Birk.

Vier Tage voller Grafik, Geschichten und deren Künstler. Vier Tage voller Termine, verpasster Interviews und neuen Entdeckungen. Und anders als im Computerspiel, bekommt man in Erlangen sogar den noch nicht einmal versprochenen Kuchen. Den gab es beim Comic+ Verlag, der 25 Jahre am Markt sein feierte - danke, der Kuchen war richtig lecker und die Portionen sättigend.
 
Mehr Jubiläen? 10 Jahre Comicforum, 10 Jahre Comicgate. Auch Salleck-Publications blicken auf 20 Jahre Verlagstätigkeit zurück und Hellboy gibt es seit 10 Jahren bei Cross Cult und seit 20 Jahren überhaupt. Das Cross Cult klasse Comics auch im Fantastischen Bereich macht weiß jeder, der sich ein wenig mit SF und Comics beschäftigt hat. Und immer wieder verblüffen einfache Geschichten mit irgendwie auch einfachen Bildern. Da funktioniert der bei uns in Deutschland nur in Farbe bekannte Mike Grell (Legion der Superhelden, Grüne Leuchte) im 224 seitigen Warlord Comicbuch auch grandios ohne Bunt!
Deutsch: Epsilon hatte bisher schon eine handvoll deutsche Nachwuchsarbeit im Programm - toller Einsatz von Mark Fischer für die hiesigen Künstler. Mit "Dede" von Erik ist seine neueste Nachwuchsförderung ein supergut aussehendes Album von einem gar nicht so jungen Nachwuchskünstler.
 

Mutig: Martin Jurgeit versucht ganz im Sinne des leider zu früh von uns gegangenen Comic-Magazins im Zeitungsformat „Die-oder-Wir“ viel Comic für wenig Euro zu publizieren. „Comix“ hat 80 Seiten, kostet € 2,00 hat mit Ralf König einen sehr bekannten Zeichner und auch sonst sehr lecker aussehende Geschichten.
Giftig: Es hat nicht sollen sein – Peer Meter ist ein unglaublich freundlicher Zeitgenosse und Autor des historischen Krimi-Dramas „Gift“. Mehrere Male haben wir versucht, uns zu einem Rundgang durch die Ausstellung zum Comic zu treffen - hat leider nicht geklappt. Der Comic macht beim Durchblättern Lust zum Lesen. Was ist "Gift"? In zuerst skizzenhaften Bildern von Barbara Yelin mit extremen Perspektiven im Hintergrund wird die Biedermeier Welt des Bremens im Jahr 1831 erschüttert. Packend nicht nur wegen der extremen Anfeindungen gegen eine Frau, die sich nicht ohne Gegenwehr in die Geschlechterrollen dieser Zeit drängen lassen will.
Der Comicsalon ist auch Platz für Lizensverhandlungen, auch gerne mal im Grünen.Super Superhelden, und alle "Jungs" kann man deutlich erkennen - das ist Liebe zum Detail ;0)Comiclegende Pierre Christin bei der Auszeichnung für sein Lebenswerk.Das Jurys abstimmen ist bekannt, beim Max & Moritz Preis muss sie das auf der Bühne machen. Und die resolute Hella von Sinnen führt Protokoll.Gruppenbild mit Dame(n): Trotz cartoonesker Moderation ein leichter Überhang der Kopfcomics bei den preisgekrönten Werken und Machern.Nur ein kleiner Blick auf den ausufernden Comicmarkt am Samstag.Die Strawberry Heroes machen auch eine super Show.
"Normale" Cosplayer gab es natürlich auch.

Lieblich: Holger Hoffmann führt seinen extrem stylisch gezeichneten Helden in „Die Kolkas - Elfenstaub“ diesmal ins Fantasy-Gefilde und auch hier geht es wieder um die Liebe zum Genre und nachdem Hoffmann gekonnt „2001 – Odyssee im Weltall“ und „Conan – der Barbar“ für sechs Panels verschmilzt gibt es ein herzerweichendes Happy End. Sehenswert. Wir überfielen den Zeichner.
 


Laska: Gerhard Schlegel und Elke Reinhart sind Laska und einfach sehenswert. In „Laska Comix # 9 - Sammelsurium“ zeigt Laska, warum Laska toll ist. Der Golem, Luzie, Robert – so hatte ein moderner Jack Kirby ausgesehen – wenn er Spaß verstanden hätte. Bunt, in albumgröße und mit Foto-Comic! Da werden die plastikhärtesten Ritter schwach! Klingt alles etwas abgefahren, ist es auch, und darum nur zu empfehlen!

Gewichtig: Splitter bringt Schultheiss! Nicht viele Deutsche Künstler konnten bisher ihre Arbeit im amerikanischen Massenmarkt platzieren und Schlutheiss hatte sogar eine eigene Miniserie bei Dark Horse. Nun „Die reise mit Bill“. Knappe 300 Seiten in Hardcover im Buchformat, wortwörtlich keine leichte Kost. Es beginnt mit einer Episode, die an sein Comic „Trucker“ von 1981 erinnert. Ganz so fotorealistische wie in „Die Haie von Lagos“ wird er hier nicht, aber reinblättern und vor allem reinlesen sollte man auf jeden Fall.
Blutig: Wie schon in der ersten Sendung angerissen hat Zwerchfell eine Zombie Anthologie in mehreren Bänden am Start. Das Highlight der ersten Ausgabe ist neben dem limitierten Band mit Schutzumschlag die Episode „Frankfurt am Main“. Wir haben den Zeichner Römling im Interview.


Die Stimme: Diese Frau kennt jeder Comicsalon-Besucher, zumindest ihre Stimme. Fast pausenlos muss Barbara Seifert Signiertermine oder Veranstaltungen ankündigen. Aber bei der erotisch/fremdsprachgeprüften/seriösen/mimikunabhängigen Stimme hört man gerne zu - und da spricht sie schon wieder ;0)

Die gut gelaunte WonderWoman wurde gesehen am Panini-Stand.
Es war verdammt heiß am Samstag, und damit dieser jungen Prinzessin nicht ebenso das Genick in knallrot den Schlaf raubt wie dem Henning vom Comicforum (Gute Besserung!), spenden freundliche Menschen auch mal Schatten.
Ein Traum in Rosa - und: Trinken ist bei Hitze natürlich wichtig.
Und sehr ähnlich, aber in Schwarz
Bei den TV-Folgen der Peanuts wird man manchmal wieder ganz jung ;)
Gimenez zauberte Kunstwerke statt kleiner Zeichnungen - alleine das Zuschauen machte Freude.
Bei den TV-Folgen der Peanuts wird man manchmal wieder ganz jung ;)Frau von Sinnen konzentriert bei der Arbeit, behält aber immer den Überblick.