2017
 
 
 

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Peter R. Breggin
Erschienen
Giftige Psychiatrie
04/99
Carl-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg
346 Sei
Die Antipsychiatrie hat ihr Standardwerk gefunden: Breggin präsentiert mit dem, "was sie über Psychopharmaka, Elektroschock, Genetik und Biologie bei Schizophrenie, Depression und manisch-depressiver Erkrankung wissen sollten" ganz unverblümt einen Angriff auf das Fachgebiet Psychiatrie als ganzes.

Keine Frage: Gerade der Umgang mit unserer geistig-seelischen Gesundheit ist ein äußerst sensibler Bereich, in dem Information und Aufklärung unabdingbar sind, wollen wir uns nicht in die Hand vielleicht auch skrupelloser Manipulatoren geben und diesen Tür und Tor zu unserem Innersten öffnen.
Was Breggin,  selbst Psychiater und Psychotherapeut, macht, ist genau das, was er seinem Gegner, der Schulpsychologie, vorwirft: Daß wissenschaftliche Erkenntnisse schöngeredet und wissenschaftlich fehlinterpretiert werden.

Aus diesem Grund kann die "Giftige Psychiatrie" nur unter dem Vorbehalt zu empfehlen, daß der Leser mit wachem Verstand liest und hinterfragt. Dann kann Breggins Recherche wertvolle Gedankenanstöße geben, weil der Autor umfassend, wenn auch teilweise etwas zu tendenziös, die Wirkungsweise der wichtigsten schulmedizinischen Therapien vorstellt und wichtige Fragen im Hinblick auf die Behandlung des Patienten als menschlichem Wesen aufwirft.

Ein Index zu den besprochenen Medikamenten erleichtert eine schnelle Zielfahndung.

Alles in allem hat Peter Breggin ein amerikanisches Buch vorgelegt, das nicht ohne Abstriche auf deutsche Verhältnisse übertragen werden kann. Aber er hat mit seiner Anklage dafür Sensibilisiert, wie es auf keinen Fall werden dar