2017
 
 
 

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Martin Lodewijk / John Kelly
Erschienen
Storm - Chroniken der Zwischenwelt: Das Dallas Paradox
04/99
Ehapa Comic Collection, Stuttgart
48 Seiten / DM 17,80
Da ist er, der zweite Teil des Storm Spin-Offs "Chroniken der Zwischenzeit". Da sich bei den Zeichnungen nichts geändert hat, lassen wir diese einfach links liegen und wenden uns gleich der Story zu, denn die hat es in sich.

Storm und Rothaar verbringen nach ihrem Abenteuer mit den Betonköpfen einen verdienten Urlaub. Doch einem ungeschriebenen Gesetz folgend, dauert die Idylle nicht lange an. Kaum entrinnen die beiden beim Jet-Ski-Fahren einem alles verschlingendem Sog, da sausen sie auch schon in Exo-Skeletten durch die Dimensions- und Zeit-Barriere und landen im Körper von Marylin Monroe. Und das nur, weil Stahlins mechanisches Gehirn nach der Revolution nicht dingfest gemacht werden konnte.

Was ein wahrer Herrscher ist, läßt sich von einem rebellierendem Volk halt nicht kleinkriegen. Statt dessen ist er auf der Erde und möchte die Quelle seines Glaubens vor dem Untergang retten. Das soll so gehen: Wäre Kennedy nicht erschossen worden, wäre es später auch nicht zum Fall der Mauer gekommen und der Kommunismus hätte seinen Weg zur Weltherrschaft weitergehen können. Logisch, oder?

Storm, Rothaar und Zita (aus Band eins) machen sich also auf den Weg zur Erde. Unterwegs geht Rothaar mal wieder verloren. Um den Helden das Agieren in Virengröße und in einer fremden Umwelt, dem Innenleben beispielsweise von der Monroe, zu erleichtern, simulieren die Exo-Skelette eine virtuelle Welt. So werden weiße Blutkörperchen als Erschießungskommando oder Blutbahnen als Expresszüge dargestellt. So langsam sollte der satirische Unterton des Comics auch in dieser Rezension zu spüren sein. Alle Protagonisten finden sich zum Showdown im Körper des todgeweihten Präsidenten zusammen.

Bei der Story blitzen Erinnerungsfetzen an die Spermien-Sequenz aus Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten ..." oder an den Film "Eine phantastische Reise" in des Lesers Geist auf. Diese Geschichte ist eine fast nicht ernst nehmende Hommage an diese Vorbilder. Sollte es mit den "Chroniken aus der Zwischenzeit" so weitergehen, tauchen Storm und Rothaar noch im "Ritter der Kokosnuß" auf.

Irgendwie