2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

verschiedene Autoren
Erschienen
Pokémon - das Kartenspiel / Basis-Pack
05/2000
Amigo Spiel + Freizeit GmbH, Dietzenbach
Pokemon und kein Ende, Merchndising wohin das Auge blickt - da fragt man sich, wo hat das ganze angefangen? Beim Spiel.

Nintendos Hammer für den Gameboy hat eine wahre Hyterie bei uns ins Rollen gebracht. Dann kam die Fernsehserie und seit dem sind alle Geschäfte ausverkauft. Wer eine Aversion gegen Bits und Bytes hat, kann trotzdem der Jagd nach den knuddeligen Monstern frönen. Bei Amigo gibt es die eingedeutsche Version des Kartenspiels.

Die Umsetzung in das schon von der Kartenspiel-Legende "Magic the Gathering" bekannte Format ist voll gelungen. Mit dem Starterset für zwei Spieler können angehende Pokemon-Trainer schon mal richtig loslegen.

Wie funktioniert das Spiel? Jeder Spieler besitzt einen Stapel Karten, das Deck, welches aus eigentlich sechzig Karten bestehen sollte. Zuerst zieht jeder fünf Karten seines eigenen gemischten Decks, so kann man nicht schon zu Beginn des Spiels seine besten Karten zurechtlegen. Neben den Pokemon-Karten gibt es Energie-Karten und Trainer-Karten. Die Energie braucht das Pokemon zum Angriff. Ein Pokemon kann auf der Wartebank, auf der bis zu vier Monster Platz haben, oder aber in der Arena mit Energie oder Entwicklungskarten entwickelt, das heißt stärker gemacht oder geheilt werden. Die Trainerkarten erlauben es dem Spieler zum Beispiel, das (starke) Kampf-Pokemnon des Gegners gegen ein schwächeres von dessen Bank zu ersetzten. Pro Runde können sich die Pokemons angreifen und fügen sich - den Eigenschaften der 150 verschiedenen Monster folgend - gegenseitig Schäden zu. Im Fernsehen dauert ein Kampf zweier Pokemon-Trainer bis einer von ihnen drei Mal gewonnen hat. Der zugefügte Schaden wird mit blauen oder grünen Glassteinen, die der Packung mit beiliegen, angezeigt. Im Starterset sind zwei ausgeglichene Decks zu je dreißig Karten enthalten. Nun gilt es, die Vorteile der eigenen Pokemons geschickt einzusetzen. Besonders das Verwalten der vier Plätze auf der Bank gibt dem Spiel eine strategische Tiefe. Die Nähe zur beliebten Fernsehserie fördert den kindlichen Ergeiz, die anfangs nicht ganz leichten Regeln zu meistern. Viele machen sich jedoch auch ihre eigenen Regeln. Als Gewinn winken meist die besten Karten des gegnerischen Decks. Durch die ziemlich teueren Sammelpacks kann man sich immer wieder neue Karten dazukaufen. Ähnlich der Magic-Karten wird es auch hier wieder nahezu unbezahlbare Karten geben.

Beim Preis fängt auch die Ungerechtigkeit an, wer viel Geld hat, kann sich viele Packs kaufen und so ein Mörder-Deck zusammenstellen, mit dem er den anderen ihre guten Karten abnimmt. Doch der Zufall und eine geschickte Strategie kann auch einem Spieler mit einem schwächeren Deck zum Sieg verhelfen. Trotzdem bleibt es ein teuerer Spaß, denn die guten Karten sind dünn gesät.

Der Film mit seinen vier Extrakarten ist nicht unschuldig an der Beliebtheit des Spiels. Sammler und Spieler kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Pokemon das Kartenspiel ist teuer aber gut.

Auf der Amigo-InterNet-Seite gibt es neben einer Lister aller Karten die Spielregeln und einige Vorschläge für Decks.