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Thomas Di Paolo
Erschienen
Robinson
05/2000
Ars vivendi Verlag, Cadolzburg
50 Seiten / DM 14,80
Seit Daniel Defoes "Robinson Crusoe" sind schon 280 Jahre vergangen.
Die Probleme für den Schiffbrüchigen der Neuzeit haben sich entscheidend gewandelt: Die Abenteurerromantik von einst ist einem gewissen Realismus gewichen - und natürlich der gesellschaftlichen Verantwortung: Auch in Seenot und auf einsamen Inseln ist heute auf Gleichberechtigung der Geschlechter und getrennte Toiletten Wert zu legen.

Thomas Di Paolo zeigt ihn uns, diesen "modernen Robinson": Ein Mann, der "am Arsch der Welt gelandet" ist und nun mit dem Elend des Insellebens konfrontiert wird.
Robuste Kleidung, an der man einen Reißverschluss vermisst.
Eine Umwelt, die auf künstlerische Anwandlungen a la Christo und Jeanne Claude mit Unverständnis reagiert.
Der Begleiter Freitag, für den des Öfteren der 13. ist.
Und dann auch noch die Probleme mit der eigenen Schussligkeit und Vergesslichkeit.
All das mixt Di Paolo zu einem augenzwinkernden Remake eines Klassikers in der wirklich "etwas anderen Bibliothek der Weltliteratur".

Heiter und doch mit einem gewissen Hang zum Sarkasmus wird uns vorgeführt: Die Nöte, die dieser Robinson auf seiner Insel hat, die haben wir ja auch.

Ebenfalls bei ars vivendi: Di Paolos Odysseus und Faust.
Wir werden diese Bändchen nach Möglichkeit in einer der nächsten Ausgaben vorstellen.