2017
 
 
 

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Autor:
Erschienen
Frances Hodgson Burnett
05/98
Verlag:
Gerstenberg Verlag, Hildesh
Seiten: 224 Seiten / mit farbigen Illustrationen

 

"Die Sonne schein, die Sonne schein, das ist der Zauber, die Blumen wachsen, die Wurzeln strecken sich, das ist der Zauber. Leben und stark sein, das ist der Zauber, er ist in mir, er ist in uns allen." Mit diesem Zauberspruch wird der kranke Collin geheilt.

Seine Krankheit ist die nicht beantwortete Frage nach dem Sinn des Lebens. Collins Mutter starb bei seiner Geburt und konnte so ihrem Sohn bei seiner Sinnfindung nicht helfen. Von seinem buckeligen Vater allein gelassen, findet Collin Hilfe bei Mary, seiner Cousine. Sie zeigt ihm den "geheimen Garten", die Natur - das Leben.

In diesem einfühlsamen Kinderbuch schildert Frances Hodgson Burnett seinen Bezug zur Natur, der "Mutter Erde"; andererseits eröffnet er eine subtile Kritik an der oberflächlichen gesellschaftlichen Welt, in der sich alles um den Menschen - eigentlich Teil der Natur, aber längst von ihr entfremdet - dreht. Dieser komplexe Zusammenhang - oder Gegensatz - wird in einer kindgerechten Geschichte um Freundschaft und Hilfe erzählt und vermittelt so einen Einblick in tiefere, fast philosophische Wahrheiten.

Die Geschichte findet ihren Weg in das (Kinder-)Herz durch seine Unschuld. Auch wenn das hier vermittelte Weltbild sehr schwarz/weiß scheint, bietet "Der geheime Garten" jede Menge Denkanstöße in die richtige Richtung, und das ohne den - bei anderen Geschichten oft schmerzlich zu spürenden - erhobenen Zeigefinger.

Kindergeschichte mit Aussage, aber ohne plakativen Slogans wie in "Momo" (Michael Ende). Für Kinder und Vorleser.