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Golden / Wrightson
Erschienen
Punisher #1 + #2 Fegefeuer
01/2001
Panini Verlags GmbH, Nettetal
2 x 48 Seiten / je DM 5,95
Der Punisher ist zurück. Einst Bestseller, dann eingestellt und von der Geschlechtsumwandlung bedroht, steht der Rächer des Marvel-Universums wieder in Saft und Kraft. Die Superminds Quesada und Palmiotti erweckten den bösen Helden mit himmlischer Hilfe zu neuem Leben. Marvel Deutschland bringt gleich zwei Serien mit dem Herrn im Totenkopfgewand auf den hiesigen Markt.


Im Rahmen der Marvel Knights also Punisher 1 und 2 "Fegefeuer".
Was war passiert? Vom Rückgang der Verkaufszahlen deprimiert setzt der Punisher seinem Comic-Leben ein Ende. Aber die Engel haben etwas anderes mit ihm vor. Der Engel Gadriel ist in Ungnade gefallen. Er brachte die Waffen auf die Erde. Zur Strafe wurde er zu den Schutzengeln versetzt. Als Schutzengel sollte er über die Familie Castle wachen und hat dabei bekanntermaßen total versagt (für die Unwissenden: Frank Castle wurde erst aus Verbitterung über die Ermordung seiner Familie zum Punisher). Nun möchte Gadriel wieder etwas gute Laune im Himmel machen und gibt Frank etwas von seiner himmlischen Essenz.

So wiederbelebt darf sich Mr. Castle auch noch über einen neuen Mantel freuen. Per Griff in denselben hat er Zugang zur himmlischen Waffenkammer und ist nebenbei fast unsterblich (die Vorliebe für mystische Geschichten ist ja durch die ganze "Marvel Knights"-Reihe zu bemerken; siehe auch Daredevil oder Doctor Strange).
Wo es Engel gibt, gibt es natürlich auch Dämonen. In unserem Fall ist es Oliver. Ehemalig Fürst der Erzengel, dann erinnerungslos in den Körper eines Sterblichen verbannt, nun auf der Jagd nach Engeln, um seine eigene Macht zu stärken und die Hölle zu erobern. Netter Plot also, gespickt mit jeder Menge Action und Mystery.

Mit Bernie Wrightson wurde ein Altmeister des Horror-Comics wieder ins Geschäft gebracht - leider. Seine Frankenstein-Sachen waren hervorragend und auch im Buch "The Studio brauchte er sich nicht hinter Calutta oder Smith zu verstecken. Aber was er seitdem gemacht hat, lässt den Betrachter wehmütig an alte Zeiten denken. Nur vereinzelt blitzt hier und da mal die Größe des Meister wieder auf, versinkt aber in nicht mehr aktuellen schnellen und leicht schmuddelig wirkenden Zeichnungen ohne Detail. Die mittlerweile fast langweilig perfekte Farbgebung rettet die Bilder nicht.

Dem Punisher hätte man sicher ein würdigeres Comeback gewünscht, wie man es beispielsweise bei den Rächern sah.

Genau so wie die grafische Gestaltung wirkt auch die Story. Trotz einer Rahmenhandlung mit viel Potential will sie nicht so richtig in Fahrt kommen. Kein Spannungsbogen oder Aufbau der Helden/Bösewichter - es plätschert so dahin.


Nur für Punisher-Fans.