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Erschienen
Hitman: Ace of Killers
06/2001
Dino Verlag, Stuttgart
168 Seiten / DM 29,90
Wie kommt der Dämon in die Kirche und warum liegt die tote Katze auf dem Scheinwerfer? Fragen, Fragen nichts als Fragen - Aber halt. Sind die tausend Kugeln und Explosionen etwas nichts? Hitman lässt es mal wieder richtig krachen. Wer Hitman ist und mehr zu der Serie in unserem alten Artikel. In diesem Trade ist die sechsteilige Serie "Ace of Killers" plus der Nummer 21 der original Serie enthalten (dessen Cover schon für das deutsche Hitman Spezial benutzt wurde).

Und das erwartet den Leser auf 168 Seiten: Catwoman - sexyest Ladie of die Bösen mal in etwas normaleren Proportionen als in ihrer eigenen Serie; Mawzir - der Untote Nazi mit den sechs Pistolen der schon in Nummer eins keine leichte Aufgabe war; Tiegel - da wird zum Schluss echt romantisch; Etrigan - der Dämon kann glücklicherweise erst am Ende wieder reimen und Sektion acht - Wer da nicht Magenprobleme kriegt ist nicht von dieser Welt. Mawzir will Tommy Monaghan, aka Hitman, ins Reich der Toten überführen, aber der Will nicht. Stärker denn je kann den bleichen schießwütigen nur die Kugel aus einem alten mystischen Gewehr gefährlich werden, welches er von Catwoman für sich stehlen lässt. Wie killt man einen Untoten? Da weiss sicher Jason Blood bescheid - und wo der ist, ist der Dämon Etrigan nicht weit.

Nun ist das Verhältnis Blood/Etrigan momentan etwas gestört, denn Blood hat Etrigans Herz gestohlen. Irgendwie windet sich die Geschichte an der sturz besoffenen Tiegel und ihrem Bett vorbei in eine etwas brenzlige Situation auf geheiligtem Kircheboden hin. Mazwirs Plan ist es, die Kirche ganz zu vernichten denn keine Kirche - kein geheiligter Boden = Tommy in der Falle und bald tot. Der schicht Etrigan zur Hölle und hofft, das der Dämon ihm Hilfe bringt. Mittlerweile sind Tommys Freunde aus der Stammkneipe nicht untätig und Sektion Acht betritt die Bühne. Keine Frage, dass es sich hierbei um eine Bande der größten Verlierer in Hitmans Umfeld handelt (Superkotzen und solche Kräfte). Es endet wie es enden muss: Hitman siegt.

Dann aber noch das Heft 21. Hier wird es richtig rührselig. Monaghan kriegt Tiegel endlich und statt der Zigarette danach gibts wieder mal Blut bis an die Knöchel - Einfach lieb.

Sechs Hefte zeichnet McCrea in bekannter Qualität. Nur die letzte Geschichte stammt aus der Zeichnfeder des aus etlichen Vertigo-Heften bekannten Steve Pugh. Hier ist Hitman sauberer als bei McCrea und Tiegel sieht um einiges knackiger aus. Was hervorragend zur Love-Story passt. Warum Tiegel mit Opa und Mutter dann "Im Frühtau zu Berge" singen muss, bleibt perfides Geheimnis des Autors, aber wegen solchen Gemeinheiten liebt man Ennis ja. Von den Gemeinheiten gibts noch eine ganze Menge. Zum Beispiel das Catwoman Logo am Himmel mittels einer toten Katze auf dem bereits erwähntem Scheinwerfer oder dem Hund-Schweisser - Haustiere haben es bei Ennis nicht leicht.

Mit dreißig Mark ist Hitman - Ace of Killers kein günstiges Vergnügen, aber die Zielgruppe sind eh nicht die lieben Kleinen mit kargem Taschengeld. Der Hitman Leser sollte schon über ein eigenes Einkommen verfügen.


Es bleibt die alte Frage: Darf man über Leichen lachen? Hitman ist so dem realen Leben entrückt, dass wohl keiner auf die Idee kommen kann, es handele sich hier um einen Leitfaden des erfüllten Lebens.