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Ingrid und Dieter Schubert
Erschienen
Papa Bär hat es schwer
06/2001
Verlag Sauerländer, Frankfurt
28 Seiten / DM 26,80
Warum der arme Papa Bär es so schwer hat?
Das ist leicht erklärt: Er muss drei kleine Kinder aufziehen.

Und das ist gar nicht so einfach. Es sind nämlich keine Bärenkinder sondern Entenküken.
Bei einem Spaziergang hat Papa Bär das verlassene Nest gefunden, und pflichtbewusst wie er ist, hat er darauf gewartet, dass Mama oder Papa Ente zurückkommen würde.

Aber irgendwann wurde ihm klar, dass sich außer ihm niemand mehr um die Eier sorgte, und deshalb nahm er die drei zerbrechlichen Kostbarkeiten mit in seine Höhle.
So ganz sicher war er sich allerdings nicht, was er damit eigentlich sollte.
Zum Glück kannte sein Freund Igel sich bestens aus: Brüten musste er! Die Eier wärmen, bis die Küken schlüpfen.
Wer denkt, ein Bär sei dazu viel zu tolpatschig und schwer, der hat sich gründlich getäuscht. Drei wunderhübsche Entenküken hat Papa Bär ausgebrütet, ganz alleine.

Was nun? Jetzt wird es erst so richtig interessant.
Wer bringt den Küken schwimmen und Futter suchen und fliegen bei, wenn nicht der gemütliche Papa Bär?

Die Geschichte wird durch die liebevoll gemalten Bilder erst so richtig lebendig. Auf Papa Bärs Gesicht spiegelt sich immer deutlich wieder, wie er sich gerade fühlt - man muss einfach schmunzeln, wenn man ihn mit ängstlich geschlossenen Augen überm Abgrund balancieren sieht, wo er seinen "Kindern" das Fliegen beibringen will.

Das Buch ist auch schön zum Einfach-nur-Anschauen, es gibt auf jedem Bild viel zu entdecken. Da rücken die Mäuse- und Maulwurffamilien an, um Papa Bär beim Brüten zu betrachten, da bestaunen ganze Fischschwärme den gründelnden Adoptivvater und am Ende lernen wir sogar noch Igels Familie kennen.

Wobei zu sagen bliebe, dass das Ende von der ganzen Geschichte am wenigsten überzeugt. Doch gibt es bereits ein weiteres Buch von Bär und Igel und diese Reihe wird sicherlich in Kürze fortgesetzt - das tröstet über das etwas fade Ende hinweg.