2017
 
 
 

Rezensionen

Editorial
Gästebuch
Archiv
Links
Kontakt

Suchmaschine

 
Weitere Artikel nach
Autor
Weitere Artikel nach
Titel

 

 

Drucken | Kommentar erstellen

_____________________________

Howard Mackie / John Romita Jr.
Erschienen
Spider-Man 31
09/99
Panini Verlags GmbH, Nettetal
48 Seiten / DM 4,95
Das neue Heft der Spinne ist eine John Romita Jr. Doppelnummer. Das heißt, doppelt soviel prächtige Bilder als in einer normalen Nummer. Also ein doppelter Grund, sich dieses Heft genauer anzuschauen.

Die Spinne blickt auf ein turbulentes und verwirrendes Jahr zurück. Doch nun ist alles einigermaßen wieder im Lot und die Spinne kann sich ganz ihrem Leiden widmen. Sie gerät zwischen die Fronten im New Yorker Bandenkrieg. Nach dem der Kingpin den Big Apple verlassen hat (um einem echt brutalen aber grafisch furiosem Ego-Shooter seinen Namen zu geben - nein, er ist in Japan, lest die X-Men!)) machen sich einige Kriminelle den Titel des Führers der Unterwelt streitig. Auf der einen Seite steht Hydra. Diese große Organisation setzt zum Beispiel den Vampir Moebius für ihre Zwecke ein. Und nicht nur der macht dem Wandkrabbler das Leben schwer. An der Seite des extrem Blassen stehen Baron Strucker, Crown und der neben diesen Oberbösewichtern eher harmlos wirkende Fortunato.

Der mysteriöse Shoc rettet Peter nebenbei das Leben, aber nicht ohne Peter in die nächste brenzlige Situation zu stoßen. Ausgerechnet Hammerhead bittet den neuen jungen Held Shoc um die Hilfe bei seinem Kampf gegen Hydra. Peter ist bald nur noch ein störender Faktor in diesem Spiel und fällt von einem Hausdach. Doch solche kleineren Probleme lassen Peter eher kalt, und so kann er sich ganz auf den folgenden Kampf zwischen allen Protagonisten konzentrieren. Jede Menge Spannung also. Und das verpackt in die immer besser werdenden Bilder Romitas. Es ist verblüffend, wie es dem Zeichner gelingt, mit seinen groben und kantigen Bilder so viel Aktion und Stimmung zu vermitteln.

Obwohl die einzelnen Bilder mit ihren nicht stimmenden Proportionen eher falsch als phantastisch wirken, ergibt sich ein stimmiges und mitreißendes Ganzes. Würde Romita auf solche Details auch noch achten, könnten seine Bilder leicht mit denen im Stil ähnlichen Zeichnungen Millers mithalten. Wo Miller "richtiger" ist, kann Romita mit einer wesentlich flüssigeren Erzählweise glänzen und unterstützt die actionhaltige Story.

Das neue Heft lässt dem Leser keine Zeit zum Luftholen. Phantastische Superhelden-Action mit einer groben Portion Energie-Wesen, abgeschmeckt mit einem traditionellen Bandenkrieg ist keine Neuerfindung des Genres, aber prima Unterhaltung mit furiosen Bilder.