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Kelly Jones / Doug Moench
Erschienen
Batman - Haunted Gotham
07/2001
Dino, Stuttgart
204 Seiten / DM 24,90
Als eines der letzten bei Dino erschienenen Batman-Titel kam der Sammelband Haunted Gotham heraus. Das Mörder-Ding mit immerhin 204 Seiten (amerikanische- nicht japanische Comicseiten) zum Spar-Preis von knapp DM fünfundzwanzig. War das der Sonder-Räumungsverkauf? Egal, wer beschwert sich schon bei einem solchen Schnäppchen?

Haunted Gotham ist wieder ein Mal ein Elseworld-Titel. Das kennt man ja schon: Bekannte Helden in mal anderer Version. Diesmal, und das ja nicht zum letzten Mal, Batman im Horror Stil. Und der Zeichner ist der bekennende Schwarzmaler Kelly Jones. Den muss man lieben oder man kann seine Bilder nicht ansehen. So zeichnet die Bilder mal wieder alles aus, was ein echter Kelly Jones sein will: Selten gesehen Perspektiven, viel Schwarz und natürlich bis zum grotesquen verzerrte Proportionen mit einem Hang zur Popkultur. Bei den Bilder also nicht Neues.

Der Geschichtenerzähler Doug Moench zählte mal zu den Besten seiner Zunft, hier bemerkt man seine Klasse jedoch eher nicht. Vielleicht liegt es an Jones Umsetzung der Story, dass sich dieser Band recht zäh liest. Es will keine rechte Spannung aufkommen und man bemerkt das Ende der vier Original-Hefte recht schmerzlich durch abrupte Brüche im Story-Telling.

Dabei ist in diesem Horror-Eintopf jede Meine bewährter Zugaben: Schlangenmonster, lebende Leichen, Geister, ein geheimer Kult, Dämonen usw... Vielleicht war es ja des Guten zu viel.
Bruce Wayne ist der Sohn eines Geheimbündlers, der die Welt, aber zuerst einmal Gotham, vor der Finsternis bewahren will. Doch dann werden der Reihe nach alle Mitglieder des Unsichtbare Zirkels umgebracht und ein frankensteinsches Monster aus den Leichenteilen versucht das Dunkel über Gotham auszubreiten. Das ist die Geburtsstun des des Batman, letzter Kämpfer gegen das Böse in dieser verruchten Stadt. An seine Seite gesellen sich Cat Majik (ein plattes Wortspiel), ein redendes Skelett, Alfred und natürlich Gordon. Auf den ersten 48 Seiten wird Batman in sein neues Amt eingeführt. Er muss das Vermächtnis seines Vaters entdecken und annehmen. Dann geht es gegen die Wehrwölfe, da wird blutig und der dunkle Ritter der Nacht muss aufpassen, nicht selber zu einer Gestalt der Finsternis zu werden. Immer wieder taucht der Geist von Vater Wayne auf, um Bruce Tipps zu geben und ihn bei der Stange zu halten. Im dritten Kapitel wehrt sich der aufrechte Teil der Gothamer Bevölkerung gegen die Schlangenplage und Cat Majik darf sich von ihrer besten Seite zeigen, natürlich nur leicht bekleidet. Zum Schluss zeigt Cat ihre Wahre Natur und Batman kann Gotham gerade noch mal vor der Verderbnis bewahren. So holperig wie diese Zusammenfassung liest sich leider auch das Comic.


Wer günstig die geballte Kraft von Kellys Bildern genießen möchte muss hier zuschlagen. In Punkto Batman im Horror Genre hat Panini mit "Batman - Schatten über Gotham" ein sehr interessante Alternative.<