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Troy Nixey / Mike Mignola
Erschienen
Batman - Schatten über Gotham
07/2001
DC, Panini, Nettetal
144 Seiten / DM 29,95
Das ist eigentlich Etikettenschwindel! Auf dem Cover ein Titelbild von Mignola, in der Aufführung der Comic-Künstler steht Mignola aber Zeichner dieser Geschichte ist der unbekannte , dessen Bilder nicht an die des Meisters herranreichen. Wer nun enttäusch dieses Comic nicht kauft verpasst eine der besten Horror-Storys die man mit Batman lesen kann. Und dabei ist der alte Lovecradt-Horror gemeint, nicht dieser moderne Schlitzer und Gedärme Kram.

Schatten über Gotham ist ein Elseworld Titel. In dieser Reihe werden bekannten Figuren, und hier sind das eine Menge Leute aus der Batman Welt, in einen neuen Kontext gebracht. In diesem Fall ist es die Welt von Lovecraft, dem Urvater des Horrors, dem Erfinder des Necronomicon, dem Chronisten der Geschichten der Alten.

Wer mischt alles mit? Batman, Tim, Oracle (verdammt hart mit Lautsprecher im Hals), Poison Evy, Ras al Guhl, Taila, Pinguin, Freeze, Etrigan, Double Face, Green Arrow, bestimmt finden sich für den Insider noch mehr. Alle leben in einem viktorianisches England zur Zeit der ersten Erforschung der Pole. Hier findet der Forscher Grendon der havarierten Coppelpot Expedition einen eingefrorenen Alten. Sie sind die Gefahr, das Ding auf der Schwelle in die Realität, die wie ein dunkler Schatten über Gotham liegt. Denn die Gründerväter der Stadt ließen sich einst mit den alten Mächten ein. Dadurch gewannen sie und Gotham schnell Macht und Einfluss. Danach vernachlässigte man die dunklen Mächte und nur Oliver Quinn ist noch da, um gegen die Alten in den Kreg u ziehen, sollten sie wieder Fuss in dieser Welt fassen können. Aber der alte Bogenschütze im Kreuzfahrer Hemd hat keine Chance. Nur der Batman, dessen Eltern von einem Wahnsinnigen ermordet wurden, kann diese Aufgabe bewältigen. Eine wichtige Rolle spielt da bei Taila, die Tochter Ras al Guhls. Se kommt in den Besitz eines mächtigen Buches, mit dessen Hilfe sie ihren Vater wieder leben lassen kann.


Verwirrt? Licht in das Ganze bringt Oracle, das an den Rollstuhl gefesselte Medium läst einen verstorbenen die Geschichte Gothams erzählen. Schlußendlich erfüllt sich Bruces Schicksal und ein Teil Gothams brennt nieder.

Hat man sich erst einmal an die Bilder gewöhnt und den vermeidlichen Etikettenschwindel verdaut ist man schnell von der packend erzählten Geschichte gefangen. Die Parallele zu Gotham by Gaslight sind deutlich, aber hier wird ein andere und weitläufigere Geschichte erzählt. Auch Haunted Gotham ist ähnlich angelegt und ist auch von der Grafik her prägnanter, diese Geschichte liest sich aber kompakter. Bei der Verarbeitung hat man sich Mühe gegeben. Die Blöcke sind fadengeheftet und dann verleimt, so hat man lange etwas von diesem Band.
Klar leben die Elseworld Storys von dem Zusammenspiel von Vertrautem und Unbekannten, aber diese Geschichte macht auch ohne den Wiedererkennungs-Faktor Spaß.



Beckmesser spricht:
Bei dem Zitat "... ass Pilze" ca. Seite 110 (wie Prinn zum Monster wurde) muss man doch gleich an Giraud denken - na, wie der wohl heute aussieht?
Als auf Seite 135 der Alte die mächtigen Worte "NUGU IOUGOTHOMAA ZAA BRAAM" spricht, verschlägt es Etrigan doch glatt die Sprache, uns auch.