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Erschienen
Batman - Niemandsland
08/2000
Dino Verlag, Stuttgart
Batman
/ 68 Seiten / DM 6,90

Batman 51 / 56 Seiten / DM 5,90

 

Batman war in den vergangenen Jahren immer wieder für Überraschungen gut. Vor Zehn Jahren der "The Dark Knight Returns"-Hammer, mit dem DC der Comic-Welt einen Meilenstein schenkte. Dann 1993 begann mit "Knightfall" eine Serie längerer Plots, die sich über viele Hefte, oft auch verschiedene Serien erstreckten. Es folgten "Knightquest", "Knightend", "Prodigal", "Contagion", "Legacy", "Cataclysm" und wie sie alle hießen.

Nun also "No Mans Land" oder Niemandsland. Die amerikanische Start-Nummer gab es auch mit einem der schlechtesten Lenticular-Gimmicks überhaupt (Lebticular = Wakelbild), denn man konnte weder einzelne Bilder noch eine Animation erkennen so das die tollen Bilder von Alex Ross gar nicht zur Geltung kamen. Da ist die Idee mit dem Aufklapp-Cover der deutschen Variant-Ausgabe doch wesentlich besser.

Die Story ist ein Eintopf aus "Die Klapperschlange" und "Knightfall". Nach dem großen Erdbeben ist die Insel Gotham vom Festland abgeriegelt, keiner darf rein oder raus. Natürlich sind alle Psychopathen aus Arkham Asylum geflohen und von Batman ist nicht das kleinste Umhangzipfelchen zu sehen. Wer bei der Evakuierung übersehen wurde oder nicht mitkommen wollte/konnte, muss nun im zerstörten Gotham sehen, wie er überlebt.

Die Stadt ist in mehrere Bezirke unterteilt, die von unterschiedlichen Gruppen regiert werden. Da ist die Alte Polizei, die sich nun Blue Boys nennt und Tricorner ihr eigen nennt. Der Pinguin herrscht zum Beispiel über den ehemaligen Fashion und Diamond Distrikt. Comissioner Gordon will unbedingt Old Gothamn wiedererobern, da dort Barbara, seine Tochter, ihr Büro hat. Um das zu erreichen zettelt er, und vor allem sein ehemaliger untergeordneter Petit, einen Krieg zwischen den LoBoys und den Demons an.

Durch die herben Verlust in diesem Krieg können die geschwächten Gangs den Blue Boys bei der Übernahme ihrer Teritorien keinen nennenswerten Widerstand mehr leisten. Batman ist im ersten Heft gar nicht zu sehen, nur eine unbekannte Gestalt sprayt Bat-Symbole an die Wände. Aber eine Amazone im schwarzen Kostüm drischt auf zwei Schläger ein. Während dessen fallen die denkenswerten Worte: "Du Bist ein Mädchen? - Wichtiger ist ich bin euer schlimmster Alptraum". Gotham hat wieder ein Batgirl, und das ist dunkler als je zuvor.

Die Bilder sind eher realistischer Art und unterstützen die Story gut, ohne ablenkende Eigengständigkeit, solide gemacht - man hat schon schlimmeres gesehen. Die Übersetzung ist solide und dank der kleineren Schrift wurde nichts des Original-Textes weggelassen. Sogar der Tagebucheintrag von Barbara ist in Deutsch, also auf diesem Gebiet nichts zu Meckern.

Hoffentlich bleibt die Qualität der Hefte weiterhin so hoch, dann wird "Niemandsland" eine gelungene Sache. Weiter geht es im Batman Time Warp III, da gibts dann mehr über das in Amerika zum Hit avancierte Batgirl und Hintergrundinfos, warum Batman erst so spät in die vom Erdbeben gezeichnete Stadt zurückkehrt.