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Yves Sente / André Juillard
Erschienen
Blake und Mortimer - Die Voronov-Intrige
08/2000
Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
64 Seiten / DM 19,90
Wer auf Comic Fast-Food steht, und für eine Geschichte nur 10 Minuten Zeit hat, der sollte von dieser Geschichte Abstand halten.

"Die Voronoc-Intrige" ist ein durch und durch klassischer Titel. Keine Experiment, weder bei den Zeichnungen noch bei der Geschichte, der neue Blake und Mortimer ist bei der Fülle an modisch aufgepeppten Hochglanz Heftchen erfrischend altmodisch.

Nicht nur die Paneels sind alle quadratisch, auch die Sprechblasen werden ihrem Namen nicht gerecht. Wird man bei den im Image-Stil collorierten Heften mit Farbverläufen fast erschlagen, muss man hier mit glatte Flächen vorlieb nehmen. Doch was sich als Zeichen-Askese anmutet, entpuppt sich als zweckdienliches Element, eine spannende Geschichte zu erzählen.

Blake und Mortimer bedienen mal wieder das Agenten Genre mit einem Spritzer Science-Fiction. Ein Meteroiten-Hagel beendet den Raketen-Test der bösen Russen schlagartig. Das Bergungsteam wird danach durch einen außerirdischen Bazillus dahingemäht. Das wäre doch eine prima Waffe, denkt sich der Erzfeind unserer beiden englischen Gentelmen: In der Rolle des russischen Generals Ilkor treibt der alte Olrik sei Unwesen, und dem kommt der himmlische Todesbote gerade recht. Im teuflischen Wissenschaftler Voronov hat er einen Mitstreiter an der Front des Bösen gefunden. Aber beide haben ihre Rechnung ohne die hübsche Assistentin Voronovs, Nastassja Wardynska, gemacht. Die ahnt für welch dunkle Machenschaften ihr Boss den Bazillus benutzen will, und bringt ein Probe des mikroskopisch kleinen Killers auf die Reise zum MI 5.

Was wäre eine Agenten-Story, wenn alles glatt gehen würde? Eben darum müssen im Verlauf der Geschichte einige Menschen das Zeitliche segnen. Doch bevor zum Schluss der wahre Übeltäter überführt und somit die Russen ein wenig rehabilitiert werden, gehen etliche Minuten des Lesens und des Schauens vorbei.



Genau das Richtige für einen viel zu kalten und verregneten Sommerabend.

"Die Voronov-Intrige" ist unspektakulär aber solide erzählt und gezeichnet. Alles in Allem erfrischend normal und unterhaltend.