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Pini - Byam - Pini / Pini - Abrams - Byrne
Erschienen
Elfquest Special #1
01/1999
Carlsen Comics, Hamburg
100 Seiten / DM 9,90
100 Seiten Abenteuer mit Schnitter und Co für nicht einmal zehn Mark, da muß der Elfenfreund einfach zugreifen. In der dritten Reihe neben den Alben und dem Elfquest-Magazin werden die Kurzgeschichten der amerikanischen "Hidden-Years"-Serie nun im Elfquest Special veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Magazinen oder den Alben sind die Geschichten hier in sich abgeschlossen. Eine gute Gelegenheit, für sich auszuprobieren, ob einem die Geschichten aus der Feder der Pinis liegen oder nicht. Im Special #1 sind die Originalhefte vier, acht und neun der "Hidden Years" enthalten.

"Rayeks Jagd" ist die schwächste der drei Storys, vor allem zeichnerisch.
Rayek hat bei den Wolfsreitern einen schweren Stand. Zuerst fügte er ihrem Anführer große Schmerzen in einem Kampf um die schöne Leetha zu, dann verliert er einen Großteil seiner Kräfte und kann nicht mehr die Festung der Elfen fliegen lassen. Mittlerweile lebt er, obwohl im Sonnenvolk geboren, unter den Wolfsreitern. In dieser Geschichte kämpft er mit sich selbst und lernt, bei der Jagd Leben zu nehmen.

Umrahmt wird dieses Comic von zwei deutlich besseren Geschichten.

Den Anfang macht "Rückkehr nach Sorgenend". Fünkchen, die das Wolfsreitervolk leitet, trifft ihren Vater Schnitter wieder, der ihr seine Führerrolle übergab, und muß nun beweisen, daß sie tatsächlich die Verantwortung über die Waldelfen hat und unabhängig ist. Das geht nicht, ohne Schnitter mal gehörig vorzuführen.

"Die Herausforderung" beendet das Heft und den langen Streit zwischen Schnitter und Rayek. In einem Kampf, in dem es scheinbar um Leben und Tod geht, wird immer klarer, daß es neben Licht oft auch Schatten gibt. Rayek beweist seinen guten Kern und Schnitter lernt, daß manche nur auf die "harte Tour" lernen können. Zur Feier des 15-jährigen Jubiläums der Elfquest-Serie zeichnete John Byrne, einer der ganz Großen der Amerikanischen Comicindustrie, dieses Heft und schafft eine fruchtbare Symbiose aus dem Stil der Pinis und seinem eigenen.

Natürlich wird auch in den abgeschlossenen Geschichten immer wieder auf die anderen Elfquest-Geschichten zurückgegriffen. Die muß man nicht unbedingt kennen, doch werden die Abenteuer dieses Heftes voller, kennt man die ganzen Hintergründe.


Elfquest bleibt Lindenstraße mit viel Fantasy, netten Bildern und ein bisschen Hippietouch. Zum Liebhaben.